Musik - meine Liebe. Premiere mit Bombenerfolg / Beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Arbesbach setzte Gabriele Klonner die Aufbauarbeit fort.

Erstellt am 15. April 2014 (11:37)
Dirigentin Gabriele Klonner.
NOEN, www.waldsoft.at

ARBESBACH / Ihr erstes Frühjahrskonzert mit dem Musikverein Arbesbach dirigierte Gabriele Klonner großartig und setzte damit die beispielgebende Aufbauarbeit richtungweisend fort.

„Music was my first Love!“ war das Konzertmotto und auch Motivation für den leistungsstarken Musikverein Arbesbach, neuerdings mit prachtvollem Musizieren zu begeistern. Gabriele Klonner erweist sich nicht allein als würdige Nachfolgerin ihres Vaters Alois, sondern ist versierte Garantin dafür, dass Arbesbach seinen musikalischen Spitzenplatz in der Region behaupten und ausbauen kann.

Ein klangmächtiger Auftakt war die „Fanfare For The Common Man“ von Aaron Copland. Eine Meisterleistung war es, die spieltechnischen Schwierigkeiten bei Rossinis Champagnerouverture „Die diebische Elster“ zu meistern. Gabriele Klonner wählte ein bedachtsameres Tempo, das dem Zauber italienischer Grazie und Leichtigkeit nahe kam und dennoch dem Orchester den Erfolg gültigen Gestaltens ermöglichte.

Gustav Mahler für Blasorchester ist sicher ein Wagnis, das aber Klonner und dem Musikverein Arbesbach gelungen ist, das „Adagietto“ aus dem Schlusssatz seiner 5. Symphonie erfordert Meditation in Reinkultur ohne äußere Dramatik und wurde in Ausgewogenheit und Klangschönheit gemeistert.

Vor der Pause war es die noch recht junge Solistin Lisa Maria Kurz, die den Solopart im ersten Satz des dritten Klarinettenkonzertes von Carl Stamitz so richtig hervorzauberte in Geläufigkeit und Tonschönheit, so dass es eine reine Freude war. Musikverständig und stilgerecht begleitete dabei das Orchester.

Vielleicht noch mehr liegt der hochmusikalischen Dirigentin Gabriele Klonner die symphonische Blasmusik unserer Zeit mit Anklängen an die Musik der Bigbands. So wurde die Theaterouverture „Curtain Up!“ von Alfred Reed zum erstrangigen Klangfeuerwerk voll zauberhaften Farben und Facetten, bei dem keine Wünsche offen blieben. Voll Eleganz und einschmeichelnder Klangschönheit erstrahlte „Libertango“ von Astor Piazolla und nach weiteren modernen Klängen steigerten sich Orchester und Dirigentin zu einem einmaligen Finale von packender Kraft und bekenntnishafter Schönheit, bereichert von einprägsamen Soli der Posaune und Gitarre, was alles „Music“ von John Miles zu einem prachtvollen Klangerlebnis werden ließ.

Arbesbach ist eine Hochburg bläserischer Nachwuchsarbeit im Bezirk. Das machte das Jugendorchester, Leitung Mariella Käfer, am Samstag deutlich. Am Sonntag dirigierte Alexander Reisinger mit Hingabe die etwa zwanzig „Jüngstmusiker“ umfassenden Bläserklassen bei einem Kinderlied und dem „Micky Mouse March“ und unter Brigitte Prock wurde das bekannte „Arbesbacher Lied“ gesungen und gespielt.