Langschlag: Der Weg zurück in die Normalität. Der 73-jährige Karl Wenigwieser kämpfte sich nach Corona-Tiefschlaf zurück ins Leben.

Von Adelheid Kamin. Erstellt am 13. Februar 2021 (04:19)
Karl Wenigwieser und sein geliebtes Flügelhorn mit Enkel Lorenz, der den Bücherwurm, geschnitzt von Karl Wenigwieser, in seinen Händen hält.
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Karl Wenigwieser, dessen Leben nach einem schweren Covidverlauf am seidenen Faden hing (die NÖN hat berichtet), hat sein Leben wieder unter Kontrolle gebracht.

In den ersten Wochen stand das Lesen im Vordergrund. Mit Hilfe eines Physiotherapeuten hat er dann systematisch seine Muskelkraft wieder aufgebaut. Täglich macht er Spaziergänge in Begleitung seiner lieben Frau. Da er bei einem Sturz nicht mehr alleine auf die Beine kommt, darf er Spaziergänge nur in Begleitung unternehmen. Aber auch in seiner Werkstätte ist er hin und wieder bereits zu finden, wo er unter anderem wunderbare Figuren und Reliefe schnitzt.

Der leidenschaftliche Musiker hat das tägliche Üben auf seinem Flügelhorn als einen weiteren Fixpunkt in seinem Tagesablauf. Auf Bitten seines Enkel Lorenz holt er immer wieder seine Ziehharmonika hervor, spielt eine flotte Polka, zu der Lorenz mit seiner junggebliebenen Oma dann begeistert tanzt. Das Lieblingsstück, das der Opa für seinen Enkel immer wieder spielen muss, ist die Polka „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch. Opa und Enkel halten zusammen wie Pech und Schwefel verriet Enkel Lorenz, der natürlich nicht fehlen durfte.