Nach Corona-Infektion: Vierjähriger stirbt im Zwettler Krankenhaus

Der Schock im Waldviertel ist groß: Der vierjährige Angelo W. aus Waidhofen an der Thaya wurde nach mehreren positiven Coronatests und weil sich sein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte ins Zwettler Landesklinikum eingeliefert. Dort blieben Reanimationsversuche erfolglos, der Bub verstarb.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 13:29
Lesezeit: 1 Min
Der vierjährige Angelo W. aus Waidhofen an der Thaya
Der vierjährige Angelo W. aus Waidhofen an der Thaya verstarb nach mehreren positiven Coronatests im Zwettler Landesklinikum.
Foto: privat

Am Montag hatte die Mutter ihren vierjährigen Sohn zweimal per Antigen-Schnelltest positiv getestet, berichtet die Kronen Zeitung. Weil das Kind mit einem Loch im Herzen aufwuchs und unter chronischer Bronchitis litt, verständigte die Mutter noch am Abend den Ärztedienst. Eine Ärztin untersuchte das Kleinkind.

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Ein Vierjähriger aus Waidhofen an der Thaya wurde nach einer Corona-Infektion ins Zwettler Spital eingeliefert. Dort verstarb er nach Reanimationsversuchen.
Foto: Landesklinikum Zwettl

Weil ein PCR-Test am nächsten Tag ebenfalls positiv ausfiel und sich die Lippen des Buben am Nachmittag blau verfärbten, rief die Mutter die Rettung, schildert sie auch im NÖN-Gespräch. Angelo wurde mit dem Notarztwagen ins Landesklinikum Zwettl gebracht. Ein dort durchgeführter PCR-Test ergab eine hohe Viruslast. Der Zustand des Buben verschlechterte sich weiter, die Ärzte mussten mit Reanimationsmaßnahmen beginnen. Eine Stunde lang kämpften sie um Angelos Leben – leider vergeblich. 

Mittlerweile bestätigt die Landesgesundheitsagentur (LGA) auf NÖN-Nachfrage den Fall. Details dazu macht die LGA mit dem Verweis auf Datenschutz der Patienten nicht.

Bekannte wollen Spendenkonto eröffnen

Sehr zu Herzen ging das tragische Schicksal Alex Proksch, Betreiber der Café-Bar Sischka und Frisörin Michaela Köck.

Zwettl Angelo Nach Corona-Infektion: Vierjähriger stirbt im Zwettler Krankenhaus
Foto: privat

„Wir kennen beide die Mutter persönlich, sie war regelmäßig Kundin, daher ging uns Angelos Tod persönlich sehr nahe. Für eine Alleinerzieherin ist so eine Situation besonders hart, zu all dem seelischen Schmerz kommen dann leider auch noch die finanziellen Folgen eines Todesfalls hinzu. Wenigstens diese wollen wir lindern und haben uns daher dazu entschlossen, ein Spendenkonto für Angelo zu eröffnen“, sagt Alex Proksch gegenüber der NÖN. Das Konto wurde bereits eingerichtet, nähere Angaben dazu unten.

Hinweis: Dieser Artikel wird laufend ergänzt.