Neuer Glanz für Zwettler Kirche. Mit Verzögerungen ist Zwettler Kirche fertig saniert. Pfarrer Kuziora zieht positives Fazit.

Von Angelika Koll. Erstellt am 07. August 2019 (03:12)
Angelika Koll
Pfarrmoderator Thomas Kuziora ist froh, dass die Arbeiten am Kirchturm abgeschlossen sind.

Die Werbeplakate sind weg und die Uhr ist wieder sichtbar: Vor Kurzem wurde die Sanierung des Zwettler Kirchturms fertiggestellt.

Pfarrmoderator Thomas Kuziora ist zufrieden: „Wir müssen als nächstes noch die Uhrbeleuchtung optimieren. Das war mit dem Gerüst nicht möglich.“ Ein Wermutstropfen bleibt jedoch. Der geplanten Freilegung der Ecksteine, die im Zuge der letzten Sanierung in den 90er Jahren angemalt worden sind, wurde vom Denkmalamt nicht zugestimmt.

Aufgrund von zusätzlichen Aufträgen hatten sich die Bauarbeiten etwas verzögert, so wusste man zu Beginn der Restaurierung noch nicht, dass auch die Jalousien und die Kirchturmuhr erneuert werden mussten.

„Musste bei Sturm an Notre-Dame denken“

Die Kosten stiegen dadurch ebenfalls und liegen nun bei knapp über 200.000 Euro, wovon die Pfarre 45 Prozent selbst aufzubringen hat. Um die Finanzierung zu sichern, hatte der Pfarrmoderator das Baugerüst als Werbefläche für Zwettler Firmen vermietet. Die Meinungen zu diesem Vorgehen gingen auseinander, doch schlussendlich habe Kuziora viele positive Rückmeldungen erhalten: „Ich habe sogar Anrufe aus anderen Pfarren bekommen, wie wir das gemacht haben, weil sie auch vor einer Renovierung stehen.“

Die Transparente sorgten infolge eines Unwetters jedoch kurzfristig für Aufregung. Kuziora blickt zurück: „Als die Werbungen locker geworden sind, hatte ich Angst. Ich sah die Feuerwehr am Hauptplatz stehen und musste sofort an Notre-Dame denken.“ Glücklicherweise konnten die Banner rechtzeitig wieder befestigt werden und auch der Turm erhielt keinen Schaden.

Weitere Projekte warten

Zur Ruhe kommen wird der Pfarrmoderator aber nicht, da noch weitere Projekte anstehen: Der Pfarrhof und das Faltin-Haus sollen ebenfalls renoviert werden. Das stellt sich jedoch als aufwendiger heraus, als gedacht. Die Kosten für die Sanierung des Pfarrhofes sind seit 2016 um 28 Prozent gestiegen und so stehen die Arbeiten nach der ersten Bauphase. Und das solange, bis die Finanzierung, die die Diözese St. Pölten bereitstellen muss, gesichert ist. „Wenn es so weiter geht, werden wir einen Platz im Guinness Buch der Rekorde finden, weil die Bauzeit so lange ist“, scherzt Kuziora.

Die Renovierung des Faltin-Hauses soll erst dann geschehen, wenn der Pfarrhof saniert ist. Es wurde jedoch bereits begonnen, den Rohzustand der alten Schule wiederherzustellen. „Alles was wir aus eigener Leistung machen können wurde gemacht. Damit konnten wir uns einiges an Kosten ersparen“, so Kuziora, der sich auch dankbar für die große Unterstützung bei der Kirchturm-Renovierung zeigt.

Um das Geld für die Arbeiten am Faltin-Haus aufzutreiben, habe er bereits eine Idee: „Wir machen etwas für das gesamte Stadtbild. Nachdem das eine Baustelle ist, die nicht nur die Kirche betrifft, wäre es gut, wenn die ganze Bevölkerung involviert ist.“ Mehr will Kuziora noch nicht verraten.