Kinderarzt-Praxis in Waidhofen bleibt. Die aus Schwarzenau stammende Kinderärztin Claudia Uttenthaler übernimmt die Waidhofner Kinderarztpraxis von Johannes Püsbök, der mit Jahresende in Pension gehen wird.

Von Karin Pollak. Erstellt am 06. Juni 2019 (04:00)
Lohninger, privat
Kinderarzt Johannes Püspök geht als Kinderarzt mit Jahresende in Pension. Kinderärztin Claudia Uttenthaler wird Püspöks Nachfolgerin. Sie stammt aus Schwarzenau.

Die Nachfolge des Waidhofner Kinderarztes Johannes Püspök, der mit Jahresende in Pension gehen wird, ist geklärt. Ihm folgt Kinderärztin Claudia Uttenthaler nach. Die gebürtige Schwarzenauerin arbeitet und lebt in Linz, kehrt aber jetzt wieder ins Waldviertel zurück. Sie wird das bestehende Untersuchungsspektrum um den Herzultraschall für Kinder ausweiten.

Claudia Uttenthaler studierte in Wien Medizin und absolvierte in Gmünd ihre Turnusausbildung: „Da habe ich mich entschieden, Kinderärztin zu werden.“ Die Fachausbildung führte sie nach Deutschland und an die Kinderklinik in Linz. „Ein Teil dieser Ausbildung war der neonatologische Bereich“, erzählt die Kinderärztin.

Derzeit ist Uttenthaler dabei, den Umzug ins Waldviertel zu organisieren. Bis zur Geburt ihres zweiten Kindes war sie an der Landes-Frauen- und Kinderklinik in Linz als Oberärztin im Bereich Neonatologie tätig. Nach der Babypause arbeitete sie aus privaten Gründen als Schulärztin. Bis zur Übernahme der Waidhofner Kinderarzt-Ordination zum Jahresende sucht sie noch Fachpersonal sowie eine Haushälterin.

„Es war schon ein besonderes Erlebnis, als die Kinder, die ich anfangs betreut habe, mit ihren eigenen Kindern in meine Ordination gekommen sind“Johannes Püspök

„Durch diese Nachfolgeregelung wird mir der Abschied schon leichter gemacht“, meint Püspök, hat er doch 35 Jahre als Kinderarzt in Waidhofen gewirkt. „Es war schon ein besonderes Erlebnis, als die Kinder, die ich anfangs betreut habe, mit ihren eigenen Kindern in meine Ordination gekommen sind“, blickt Püspök zurück, der mittlerweile auf mehrere Generationen in seiner Patientenkartei verweisen kann.

Der Abschied falle ihm nicht leicht, aber er freut sich schon darauf, ab dem kommenden Jahr sich mehr dem Golfen und seit Neuestem auch dem Segelfliegen, widmen könne. Außerdem ist Püspök neunfacher Großvater, und so will er mit den Enkeln ebenso mehr Zeit verbringen. Als ärztlicher Leiter im Moorheilbad Harbach wird Püspök weiterhin tätig bleiben.