Erstellt am 27. November 2014, 05:07

Othmar Zaubek ist tot. Blasmusik-Experte und jahrzentelanger NÖN-Mitarbeiter verstarb plötzlich. Er war bis zuletzt auf Konzerten und Wertungsspielen unterwegs und bei Musikern sehr geschätzt.

Othmar Karl Matthias Zaubek verstarb im 66. Lebensjahr.  |  NOEN, zVg

Im Alter von 65 Jahren verstarb in der Nacht zum Montag Othmar Zaubek. Zaubek war ein Blasmusik-Fachmann ersten Ranges und schrieb unzählige Beiträge über Blasmusik-Konzerte und Wertungsspiele.

Othmar Zaubek wuchs in Wien auf, verbrachte aber seit seiner Kindheit immer wieder die Ferientage in Schrems, wo seine Eltern ein Haus besaßen. Viel seiner Musikalität verdankte er seiner Mutter, die eine hervorragende Pianistin war. Später wurde er in Grafenschlag im Bezirk Zwettl sesshaft.

Von seiner frühen Jugend an interessierte Othmar Zaubek vor allem Geschichte und Musik, er war ein glühender Verehrer von Rudolf Schock und besuchte immer wieder auf dem Stehplatz Vorstellungen in der Wiener Volksoper.

Musiker, Sammler und wertvoller Mitarbeiter

Othmar Zaubek studierte Geschichte und Germanistik, aber nach seiner Zeit bei der Militärmusik ließ ihn die Blasmusik nicht mehr los. Er sammelte mit großem Eifer Plakate und Zeitungen, er publizierte unzählige Broschüren und Bücher und er war bis zuletzt als Blasmusik-Rezensent gefragt. Auch als Moderator zahlreicher Konzerte brachte er mit seinem umfassenden Wissen immer wieder interessante Beiträge zwischen den Musikstücken.

Othmar Zaubek scheute es aber manchmal auch nicht, an verschiedenen Entwicklungen Kritik zu üben, er war keiner, der immer alles in den Himmel jubelte.

In den letzten Jahren war Zaubek durch eine chronische Krankheit schwer gezeichnet, dennoch ließ er es sich immer wieder nicht nehmen, an Konzertveranstaltungen teilzunehmen und darüber zu berichten. Mit ihm verlor auch die NÖN einen fachkundigen und wertvollen Mitarbeiter.