Neue Details zu Tod nach Corona-Impfung. Nachdem eine Krankenschwester aus dem Zwettler Landesklinikum nach einer Corona-Impfung an schweren Gerinnungsstörungen gestorben ist, soll jetzt eine Kollegin mit einer Lungenembolie im Spital liegen. Die AGES ermittelt, ein Zusammenhang mit dem Astra Zeneca-Impfstoff ist bisher nicht bestätigt.

Von Markus Füxl. Erstellt am 06. März 2021 (16:44)
Zehn Tage nach der Corona-Impfung landete eine Krankenschwester aus dem Landesklinikum Zwettl selbst im Spital, bevor sie nach einer Überstellung im AKH Wien starb. Aktuell soll laut Insidern eine Kollegin mit einer Lungenembolie behandelt werden.
Markus Füxl

Einen Tag nach dem NÖN-Bericht über den Tod einer Krankenschwester aus dem Landesklinikum Zwettl wurden am Samstag neue Details dazu bekannt. Bestätigt ist: Die Frau wurde vergangenes Wochenende aus einem niederösterreichischen Krankenhaus in der Intensivstation des AKH Wien aufgenommen. „Die Frau erhielt zehn Tage vor der Spitalsaufnahme die erste Teilimpfung eines Covid19-Impfstoffes“, sagt eine AKH-Sprecherin. Einen Tag nach der Überstellung starb die Krankenschwester an einer schweren Gerinnungsstörung.
 


„Derzeit gibt es keinen Nachweis für einen Zusammenhang mit dieser Impfung, aufgrund des zeitlichen Zusammenfallens wird seitens des AKH Wien und der MedUni Wien dennoch alles unternommen, um die Todesursache lückenlos aufzuklären“, sagt die AKH-Sprecherin. Die Untersuchungen dürften noch einige Zeit in Anspruch nehmen, auch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist bereits wie berichtet mit dem Fall beschäftigt. „Wir bedauern das Ableben der Patientin sehr und möchten der Familie unser tief empfundenes Mitgefühl übermitteln“, sagt die AKH-Sprecherin.

Kollegin mit Lungenembolie im Spital

Mittlerweile sorgt ein weiterer Fall für Gesprächsstoff: Eine zweite, 35-jährige Mitarbeiterin liegt aktuell auf der internen Abteilung des Krankenhauses. Die Frau soll vor dem Wochenende mit einer Lungenembolie eingeliefert worden sein. Den konkreten Fall bestätigte Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur auf NÖN-Nachfrage nicht, er verweist auf die ärztliche Schweigepflicht.

FPÖ fordert Impfstopp

Ob die Fälle Auswirkungen auf die Zulassung und die Verabreichung des Astra Zeneca-Impfstoffes in Niederösterreich haben, ist bisher offen. Anton Heinzl, Pressesprecher der SPÖ-Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, sagt gegenüber der NÖN: „Wir müssen auf das Ergebnis der Untersuchungen der AGES warten. Es handelt sich ja um einen zugelassenen Impfstoff. Wir müssen erst schauen, ob ein Zusammenhang mit diesen Fällen besteht.“ Bisher wurden in Niederösterreich 24.000 Astra Zeneca-Impfdosen verimpft.
 
FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer forderte am Samstag per Aussendung Konsequenzen: „Bis hier ein Zusammenhang nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, müssen in Österreich Impfungen mit dem Wirkstoff von Astra Zeneca mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden.“