Zwettler Autohändler Bussecker setzt auf Solarstrom. Der Autohändler Martin Bussecker investiert 400.000 Euro in Photovoltaik-Anlage, Kunden-Toiletten sowie zwei neue Hallen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 18. November 2020 (05:41)
Martin Bussecker investiert in eine Photovoltaik-Anlage am Dach seines Standortes (Bild). Aktuell wird auch eine neue Aufbereitungshalle gebaut, 2021 folgt der Neubau einer Lagerhalle.
Markus Füxl

Der Autohändler Martin Bussecker setzt auf die Kraft der Sonne – und das nicht nur sprichwörtlich: Er installiert aktuell 90 Photovoltaik-Panele am Dach des Standortes.

Investition passe zum Trend von E-Mobilität und Co.

„Das ist einfach für mich die effizienteste Variante. Damit können wir beim Produzieren 50 Prozent unseres Stromverbrauches abdecken“, erklärt Bussecker im NÖN-Gespräch.

Die Idee für die PV-Anlage hatte der Autohändler bereits 2017. Damals machte ihm die Statik einen Strich durch die Rechnung, die Panele waren zu schwer, um sie in der jetzigen Stückzahl zu installieren.

Auch weil E-Mobilität immer stärker ein Thema am Autosektor wird, passe die Investition zum Trend. Am Standort wurden bereits zwei sogenannte Wallboxen installiert. Eine Ladestation mit zwei Ladepunkten soll noch folgen.

Neue Aufbereitungs- und Lagerhalle

Aktuell laufen auch Arbeiten an einer neuen Aufbereitungshalle für Neu- und Gebrauchtwagen. Dort soll auch eine Hebebühne sowie eine moderne LED-Beleuchtung installiert werden. Eine Fertigstellung sei mit heurigem Jahr geplant, wahrscheinlicher sei laut Bussecker aber Jänner 2021. So musste etwa die Installation von Fenstern und Toren coronabedingt verschoben werden.

Nächstes Jahr steht das nächste Projekt ins Haus: Dann baut Bussecker eine neue, 300 Quadratmeter große Lagerhalle auf dem Firmenareal. Der Grund: Immer mehr Kunden lagern ihre Reifen ein, der Keller ist voll.

Bisher gut durch Coronakrise gekommen

Im September hatte der Zwettler Autohändler mit einem Wasserrohrbruch zu kämpfen. Deshalb soll aktuell auch das Kunden-WC erneuert werden. Insgesamt investiert Bussecker in alle Vorhaben rund 400.000 Euro.

Wie es ihm bisher in der Coronakrise gegangen sei? „Wir sind im großen und ganzen ganz gut durchgekommen, haben aber natürlich auch mit Einbußen zu kämpfen“, sagt Bussecker.

So müsse der Autohandel heuer mit zehn bis 15 Prozent weniger Umsatz rechnen. Bussecker glaubt daran, dass sich auch die Mentalität und Einstellung mancher Leute durch Corona ändern wird: „Wir werden umdenken müssen und nicht mehr davon ausgehen, dass wir etwas bestellen und zwei Tage später ist es da.“

Aktuell wird auch eine neue Aufbereitungshalle gebaut, 2021 folgt der Neubau einer Lagerhalle.
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Eines sei für Bussecker klar: Das Kurzarbeitsmodell möchte er nicht mehr verwenden: „Das war persönlich sehr aufwändig.“ So könne er den Lockdown mit einer absehbaren Zeit von drei Wochen mit dem normalen Betrieb durchstehen.

21 Mitarbeiter sind aktuell im Betrieb beschäftigt. Investitionen gab es immer wieder, etwa 2010, als 2.700 Quadratmeter Betriebsgrund angekauft wurden. 2012 folgte der Bau einer neuen Werkstätte sowie die Adaptierung der bisherigen. Die gesamte Werkstattfläche wurde somit verdoppelt.

Mit dem Neubau der Auslieferungshalle wurde 2017 eines der am ältesten noch erhaltenen Betriebsgebäude völlig neu gestaltet und eine moderne und anspruchsvolle Verbindung zwischen Schauraum und Werkstätte geschaffen.