Schwarzenau: Spar ist geplant. Geht es nach Bürgermeister Karl Elsigan, soll aus Übergangslösung für Bauarbeiten eine längerfristige Variante für Bürger werden.

Von Markus Füxl. Erstellt am 25. Juni 2020 (05:35)
Bürgermeister Karl Elsigan möchte den Lagerhaus-Standort für eine mögliche Spar-Filiale adaptieren.
Markus Füxl

Neue Bewegung kommt in das geplante Ortszentrum, die NÖN hatte mehrfach berichtet. So soll laut Bürgermeister Karl Elsigan der Lagerhausstandort zur Spar-Filiale erweitert werden. Was zur Sicherstellung der Versorgung während der Bauarbeiten für das neue Ortszentrum dienen soll, kann später als langfristige Lösung etabliert werden, lässt Elsigan aufhorchen.

Der Standort sei bereits ein kleines Lebensmittelgeschäft und soll laut Elsigan in Kooperation mit Spar geführt werden. Der Plan ist, die Filiale ab Juli zu adaptieren. Eine Eröffnung sei mit Oktober möglich, sollte alles klappen. Der Bau- und Gartenmarkt soll dann ebenso bestehen bleiben, wie der Handel mit Brennstoffen und die Tankstelle. Der Agrarbereich dürfte mit Einschränkungen fortgesetzt werden. „Längerfristig kann der Spar dann auch vergrößert werden und dient dann nach Bauende im Zentrum als kleines Einkaufszentrum an der Ortsausfahrt“, erklärt Elsigan.

Nahversorger weiter im Zentrum geplant

Trotzdem soll im geplanten Zentrum ein weiterer Nahversorger kommen, betont der Bürgermeister. Dass sich das auch die Schwarzenauer wünschen, zeigte zuletzt die Befragung einer Bürgerbewegung, die NÖN berichtete. Am Bauplan hält der Bürgermeister trotz Corona fest: „Die Übernahme des Grundstückes seitens der Gemeinde ist weiter mit dem 1. Dezember geplant. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2021 erfolgen und dauert dann eineinhalb bis zwei Jahre.“

Auch die konkrete Gestaltung für das Zentrum dürfte bald stehen. So reichten mit Fristende 15. Juni sechs Architekten ihre Pläne ein. Eine Jurysitzung soll voraussichtlich am 14. Juli stattfinden, bei der die anonymisierten Pläne durchbesprochen werden, erklärt Elsigan: „Wir wissen bis zur Bekanntgabe nicht, welcher Plan von welchem Architekten stammt.“

Die finale Jury soll mit Vertretern des Landes, der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ und der Gemeinde besetzt sein. „Dabei möchte ich auch mit der Dorferneuerung und der Bürgerinitiative beraten“, sagt Elsigan.

e-Tankstelle für Fahrrad soll kommen

Auch bei den weiteren Baustellen ist man auf Schiene. So entstehen aktuell Parkplätze entlang der Schlossmauer. Eine e-Tankstelle für Fahrräder ist fix eingeplant, für Autos soll eine weitere vorbereitet werden. „Dann steht alles bereit, sollten wir eine solche e-Tankstelle brauchen“, sagt Elsigan.