Ein Platzerl zum Verweilen am Edelhof. Der alte Edelhof-Wegweiser wurde durch neue Weg- und Informations-Konstruktion ersetzt.

Von Joachim Brand. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:08)

Eine neue Weg- und Informations-Konstruktion wurde als sogenanntes LANDeplatzl in Edelhof-Nähe von Bürgermeister Franz Mold ihrer Bestimmung übergeben.

Bewusstsein für rücksichtsvolles Verhalten schaffen

An der Stelle des in die Jahre gekommen Edelhof-Wegweisers, des EHO-Zeichens, entstand eine stilisierte Holzkonstruktion mit Informationstafeln. Ein kreativ gestalteter Holzstoß lädt an der Drei-Wegekreuzung von Rudmanns, Waldrandsiedlung und Edelhof neuerdings zum Verweilen ein.

Hier befindet sich jetzt ein sogenanntes LANDeplatzl, wie es durch die Landesbäuerinnen in ganz Niederösterreich errichtet wird. Fünfzig an der Zahl sind landesweit geplant. Das Projekt soll dazu dienen, ein Bewusstsein zu schaffen, dass rücksichtsvolles Verhalten in der Natur des ländlichen Raumes für ein gedeihliches Miteinander Voraussetzung ist.

Bezirksbäuerin Renate Braunsteiner machte als Moderatorin des Festaktes auf die Wichtigkeit des Miteinanders am Land aufmerksam. Oder wie es Bürgermeister Franz Mold ausdrückte: „Der ländliche Raum ist für die Landwirte die Örtlichkeit ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Dem übrigen Teil der Bevölkerung dient die ländliche Idylle hauptsächlich der Erholung und Freizeitnutzung.“ Die bunten Informationstafeln geben Hinweise, was Vorbeikommende beachten sollten.

Zusätzlich Mikroinsel für die Mülltrennung

Die Corona-Zeit wurde von vielen Bewohnern für ausgiebige Spaziergänge in der Natur genützt. Die achtlose Entsorgung von Verpackungsmaterial oder „das Hunde äußerln“ auf Wiesen oder in Feldkulturen stellt die Landwirte vor Probleme.

„Wer weiß schon, dass Hundekot, in den Nahrungskreislauf der Rinder eingebracht, diese vor gesundheitliche Probleme stellt“, gab Josef Maurer als stellvertretender Obmann der Bezirksbauernkammer zu bedenken. Eine Mikroinsel mit kleinen Behältern zur Mülltrennung solle den unbedarften Wanderer oder Radfahrer die Gelegenheit geben, seine Verpackung sachgerecht zu entsorgen.

Andreas Maringer vom Gemeindeverband für Müllbeseitigung machte auf die Wichtigkeit des Mülltrennens aufmerksam. „In den nächsten zwei Jahren werden diese sogenannten Müll-Mikroinseln vom Bauhof betreut. Der Müll wird entleert, gewogen und dokumentiert. Ich hoffe, dass dieses Service angenommen und Verpackungsmüll entlang von Wegen und Straßen reduziert wird.“

Nach der langen Corona-Zeit wollen die Bäuerinnen den Aufruf zu mehr Rücksicht und mehr Miteinander unterstützen. Während des Festaktes erhielten sie Unterstützung von den Grainbrunner Sängerinnen.