Zwettler Künstler Willibald Zahrl schrieb Biografie. Der bekannte und mehrfach ausgezeichnete Künstler Willibald Zahrl verfasste ein Buch über sein Leben und sein Wirken.

Von Maria Moll. Erstellt am 12. Juni 2021 (04:33)
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Willibald Zahrl präsentiert seine umfassende Sammlung an Bildern in Buchform.
Maria Moll, Maria Moll

Der Gedanke, rund um seinen Achtziger sein umfassendes Werk seinen Freunden in Buchform zu präsentieren, beschäftigte Willibald Zahrl schon lange. Jetzt, wo er bereits 35 Jahre lang als Holz- und Linolschneider sehr erfolgreich unterwegs ist, feiert er dieses persönliche Jubiläum mit dem im Eigenverlag erschienen Bildband „Prof. Willibald Zahrl – Maler, Zeichner, Holz- und Linolschneider“.

Es bleibt bei dem einen Buch. „Es wird mein einziges Buch bleiben“, sagt der Autor, dessen Gattin Maria als geschickte Managerin des Künstlers die Fotos all seiner Arbeiten bereit gelegt hat, die er bis Ende 2020 geschaffen hatte. Zeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte, Rebstockskulpturen und über 500 Linolschnitte gehören zum Repertoire der anerkannten Künstlerpersönlichkeit, der „durch technischer Präzision und unverkennbarer Handschrift im weiten Feld der Hochdrucktechnik ihre Werke auf best sortierten Papieren drucken lassen“, wie Leopold Kogler, der Präsident des Landesverbandes der NÖ Kunstvereine, im Vorwort zum Buch festhält.

Dem vorangestellt sind die Worte von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die die Bedeutung von Kunst und Kultur als Kraftspender in schwierigen Zeiten betont und Zahrls pädagogisches Engagement in Schulen und in der Erwachsenenbildung besonders hervorhebt.

Jahreskalender seit 21 Jahren. Motive für seine Bilder entdeckt der Maler und Grafiker Willibald Zahrl oftmals in markanten Bauwerken der Heimat bis hin nach Kitzbühel, wie Kirchen, Burgen und Schlösser, oder in der Natur mit Tieren, Bäumen, Blumen und Landschaften. Seit dem Jahr 2000 gestaltet er „Jahreskalender“. Und er begleitet Feste und Jubiläen ihm nahestehender Menschen mit seinen Kunstdrucken. Seine Billets und Bilder finden auf Ausstellungen und Märkten guten Absatz, aber auch in speziellen Institutionen wie der Galerie Wolfrum in Wien.

Zahrls künstlerisches Wirken fand höchste Anerkennung. Die Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland NÖ sowie die Republik Österreich wurden 2015 noch mit der Verleihung des Berufstitels „Professor“ getoppt.

Ralf Wittig hielt dazu fest: „Willibald Zahrl hat sich in all den Jahren immer als Waldviertler Künstler verstanden, seine Beziehung zu Zwettl, zur Stadt und zur umgebenden Landschaft ist besonders intensiv.“

Schöne Kindheit. Unterhaltsamen Lesestoff bietet die Autobiographie von Willibald Zahrl. 1944 als fünftes Kind des Ehepaares Franz und Rosa Zahrl aus Haid bei Groß Gerungs geboren, gestaltete sich die Reise zur Geburt im Krankenhaus Zwettl und wieder nach Hause bereits als kleine Weltreise im eisig kalten Winter. Zahrl sieht sich heute als „einziges Wunschkind der Familie“, denn damals hieß es: „Wenn man fünf Kinder hat, braucht man nicht mehr einrücken.“ Bei Familie Zahrl wurde allerdings eine Ausnahme gemacht, denn der Vater musste sehr wohl einrücken und geriet sogar in Kriegsgefangenschaft.

Amüsant ist die Schilderung der schönen Kindheit, des „Abstechers“ ins Seminar Seitenstetten, um später Priester zu werden, die Erfahrungen des Autors mit Dreharbeiten für den Film „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky und sein Werdegang.

Das Buch hat 204 Seiten und ist bei Willibald Zahrl (0664/4847889) direkt sowie in der Buchhandlung Grohmann erhältlich.