Alles für den Imkereibedarf in Zwettl. Bienenhaltung liegt im Trend. Der neue Laden bietet über 400 Artikel für Imker.

Von Joachim Brand. Erstellt am 30. April 2021 (05:02)
Reinhold Schwingenschlögl von der bioVermarktung verkauft mit seinen Mitarbeiterinnen Daniela Weichselbaum und Helga Grassinger Imkereibedarf im neuen Geschäft in der Landstraße 51.
Joachim Brand, Joachim Brand

Die Bienenhaltung erfreut sich seit einiger Zeit steigender Beliebtheit. Bei der bio Vermarktung Handels GesmbH in Zwettl trägt man dem neuen Trend Rechnung.

Ein neues Geschäft für Imkereibedarf in der Zwettler Landstraße bietet ein vielfältiges Angebot für langjährige Imker und für Neueinsteiger. Die Imkerei wird jünger und vielfach weiblicher. Geschäftsführer Reinhold Schwingenschlögl betont, dass sogar seine Frau seit einigen Jahren aktiv eine kleine Honigproduktion mit acht Bienenstöcken bei Weitra unterhält. „Das ist anfangs nicht so leicht, wie sich manche Menschen das vorstellen. In unserem Geschäft können wir kostengünstige Angebote erstellen und auch bei Einzelteilen aushelfen.“

Schädlingsbekämpfung mit biologischen Mitteln

Ein wichtiger Punkt in der Bienenhaltung ist die Krankheits- und Parasitenbekämpfung. Die Varroamilben sind seit vielen Jahren das große Problem der Bienenzucht. Diese parasitischen Milben sind vergleichbar mit Zecken, welche Bienenvölker vollständig zum Absterben bringen können. „Wir verkaufen biologische Schädlingsbekämpfungsmittel, die im Bienenstock rückstandsfrei ihre Wirkung entfalten können. Daneben gibt es bei uns Biozucker und fertiges Bienenfutter“, betont Schwingenschlögl.

Zusätzliche Fütterung ist notwendig

Der langjährige Hobbyimker Josef Schmid aus Koblhof unterstreicht zudem die Wichtigkeit zusätzlicher Fütterung bei Bienen.

Josef Schmid betreibt seit Jahrzehnten in Koblhof eine Honigproduktion nach ökologischen Gesichtspunkten.
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„Nach der Blütentracht im Frühjahr und der Rapsblüte finden die Bienen immer weniger Nektar. Blühende Sommerwiesen sind leider eine Rarität. Sei es durch den Rückgang der Milchwirtschaft oder einer Überdüngung der Wiesen, die Vielfalt ist verloren. Blumenwiesen, wie ich sie noch aus meiner Kindheit kenne, wurden immer seltener. Als Imker hat man eine Verantwortung und ist mit der Bienenhaltung und den dazugehörigen Begleitmaßnahmen eine Art Landschaftspfleger“, ergänzt Schmid.

Das neue Geschäft in der Landstraße, das über 400 Artikel für die Imkerei führt, füllt eine Marktlücke in Zwettl.