Schönbach

Erstellt am 20. Januar 2017, 05:00

Alles über‘s Waschen in Schönbach. Schönbach übernimmt einzigartige Sammlung eines Mühlviertler Vereins und bietet damit neue Attraktion.

Bürgermeister Ewald Fröschl, Maria Gattringer, Franz Höfer und Adelheid Hammerl vom Museum Schönbach) mit Helmut Knogler und Rainbachs Vizebürgermeister Gerhard Pühringer (v. l.) bei der Übergabe der Sammlung.  |  privat

Mit einer neuen Attraktion warten bald die Kloster-Schul-Werkstätten, die heuer bereits ihr 10-jähriges Bestehen feiern, auf. Im Sog der NÖ Landesausstellung in Pöggstall bekommen die Schönbacher ein neues Museum: das „Wäschepflegemuseum – von der Waschrumpel bis zur Waschmaschine“. Diese Ausstellung soll das Thema rund um die Schönbacher Naturseifen stärken.

Mehr Besucher, mehr Mitarbeiter

Die Sammlung von geschätzten 700 bis 1.200 Exponaten (inklusive Büchern) war von 1996 bis 2008 in Rainbach im Mühlviertel zu sehen. Nachdem der dortige Obmann des Heimatvereins Helmut Knogler keinen Nachfolger fand, wanderte die Ausstellung ins Depot.

Im Sommer vergangenen Jahres besuchte Knogler dann die Ausstellung „Seifen aus aller Welt“ in den Kloster-Schul-Werkstätten, fand das Thema passend und bot die Sammlung den Schönbachern an. Und diese griffen zu. Um 6.000 Euro (ohne Transport und ohne Wiederaufbau) übernehmen sie die gesamte Ausstellung, für die das Technische Museum in Wien ein Vielfaches bezahlt hätte. „Der Wert der Ausstellung ist unbeschreiblich“, so Obmann Franz Höfer, gehört dazu doch auch eine Bibliothek, und das Thema wurde sogar wissenschaftlich aufgearbeitet.

Eröffnung am 22. April

Unzählige Exponate – von der Wäschemangel über Bleichtechniken, Seifen, Waschmitteln und historischen Bügeleisen bis hin zur modernen Bügelstation, von Pulsator-, Wellenrad- sowie allseits bekannten Trommelwaschmaschinen bis hin zu Kuriositäten rund um das Thema Waschen – werden im Februar mittels Spedition vom Mühl- ins Waldviertel übersiedeln und im Gemeindezentrum Schönbach – im alten Museumsraum – wieder aufgebaut.

Das neue Museum wird dann am 22. April eröffnet, gleichzeitig wird der 10. Geburtstag der Kloster-Schul-Werkstätten gefeiert.

„Wir erwarten uns dadurch rund 5.000 zusätzliche Besucher zu den bisher 20.000 jährlich. Außerdem werden wir unser Team von zehn auf zwölf Mitarbeiter erweitern, also zwei neue Arbeitsplätze schaffen“, so Franz Höfer im Gespräch mit der NÖN.

Kurse zum Thema

Geplant ist nicht nur der Aufbau eines eigenen Shops, es sollen auch neue Kurse zum Thema – etwa Bügelkurse für Männer – angeboten werden. Für Höfer sind die Themen Hygiene und Waschen eng mit dem der Seifen verbunden – 2007 wurde in Schönbach die erste Seife gerührt, mittlerweile werden hier 40 verschiedene Sorten produziert.
Mit der Übersiedlung des Wäschepflegemuseums schließt sich wieder ein Kreis, befindet sich doch bereits jetzt schon eine Waschmaschine aus Holz im Schönbacher Kloster…