Flughafen Wien setzt auf Groß Gerungser Know-how

Erstellt am 04. April 2023 | 04:30
Lesezeit: 3 Min
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Peter Reisinger (EPS) und Christian Waniek (Flughafen Wien) inspizieren das neue Rechenzentrum.
Foto: Karin Ahamer, Karin Ahamer
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Dank neuem Rechenzentrum von EPS Electric Power Systems ist der Flughafen Wien IT-technisch auf dem neuesten Stand.

Das Rechenzentrum-Infrastruktur-Unternehmen EPS Electric Power Systems mit einem Firmensitz in Groß Gerungs hat für den Flughafen Wien ein neues Rechenzentrum errichtet. Die IT-Versorgung des Flughafens erfolgt nun unterbrechungsfrei von zwei Standorten aus und setzt auf gezielte Kaltluftzuführung, sichere Stromversorgung und ausfallsichere Differenzstrommessung.

Der Flughafen Wien fertigte im Vorjahr rund 23,7 Millionen Passagiere ab und ist damit Österreichs größter Flughafen. Dafür braucht es eine entsprechend ausfallsichere und effiziente IT-Infrastruktur, die nun mit einem neuen Rechenzentrum erweitert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde. Umgesetzt wurde es vom Unternehmen EPS Electric Power Systems, Rechenzentrum-Infrastruktur-Errichter aus Maria Anzbach und Groß Gerungs. Das international tätige IT-Infrastrukturunternehmen ist seit mehr als zehn Jahren Partner der Flughafen Wien AG und hat bereits das primäre Rechenzentrum mitkonzipiert.

„Um für die Zukunft ausreichend gewappnet zu sein, war es notwendig, zusätzlich zu unserem Hauptstandort ein weiteres Rechenzentrum zu errichten. Dabei waren uns ein ganzheitlicher Planungsansatz und eine professionelle Betreuung besonders wichtig, weshalb wir uns dazu entschieden haben, wieder auf die Expertise von EPS setzen“, erklärt Susanne Ebm, Leiterin des Bereichs Informationssysteme am Flughafen Wien.

Nach rund 1,5 Jahren Planung und Pandemie-bedingten Verzögerungen wurde das neue Rechenzentrum erfolgreich in Betrieb genommen. Sein Herzstück ist die effiziente Kühlung des IT-Equipments durch den Einsatz von RCS-Racks, sogenannter Regulated Cooling Solutions-Racks, mit gezielter und regulierbarer Kaltluftzuführung. „Durch die integrierte Kalt- und Warmbereichstrennung auf Rack-Ebene wird der Energieverbrauch im Rechenzentrum massiv reduziert. Es wird nur gekühlt, was auch tatsächlich gekühlt werden muss. Das ist nicht nur effizienter und klimaschonender, sondern reduziert auch die Energiekosten“, erklärt Peter Reisinger, Vertriebsleiter bei EPS.

Zusätzlich zur sicheren und redundanten Stromversorgung wurde auf hohe Verfügbarkeit Wert gelegt und eine Differenzstrommessung eingesetzt, die im Problemfall schneller reagiert und regelmäßige Wartungs- und Prüfungsfenster obsolet macht. Der gesamte Bereich – also der IT-Whitespace mit Klimaspange sowie USV-, Batterie- und Technikräume – wurde mit einem digitalen Leckwarnsystem ausgestattet. Die strukturierte LWL OM4 MPO-Verkabelung kam bereits im Hauptrechenzentrum zur Anwendung und durfte auch im neuen Rechenzentrum nicht fehlen. Mit den beiden Rechenzentren betreibt der Flughafen Wien aktuell 1.200 virtuelle und rund 200 physikalische Server mit einer Gesamtleistung von 92 Kilowatt und einer Reserve von 150 Kilowatt. Ebm ergänzt: „Damit sind wir IT-technisch auf dem neuesten Stand und können den gesamten Flughafencampus und alle Flughafen-Kunden problemlos versorgen.“

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