Vielfalter-Sommerfest: Der Graumohn als Marke. Waldland feierte das 3. Sommerfest und das 20-jährige Jubiläum der geschützten Ursprungsbezeichnung für den Waldviertler Graumohn.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:00)
Brigitte Lassmann-Moser
Vielfalter als Botschafter: Waldland-Obmann Robert Haidl, Geschäftsführerin Regina Almeder, die beiden neuen Botschafter Landwirtschafskammer-Präsident Hermann Schultes und der ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler, Waldland-Geschäftsführer Gerhard Zinner, Landesrat Ludwig Schleritzko und Geschäftsführer Franz Tiefenbacher.

Im Vorfeld des 3. Vielfalter Sommerfestes bei Waldland wurde am Donnerstag, 6. Juli, am Waldlandhof auch das 20-jährige Jubiläum der geschützten Ursprungsbezeichnung für den Waldviertler Graumohn gefeiert, und zwar mit einer Fachtagung zu diesem Thema mit namhaften Referenten.

Waldviertel ist Hauptmohnanbaugebiet

Mitte der 80er-Jahre hat Waldland erste Initiativen für eine Wiederbelebung des Mohnanbaus im Waldviertel gestartet. Der Mohn war damals praktisch nur noch auf kleinen Selbstversorgerflächen zu finden. Mittlerweile ist das Waldviertel wieder zum Hauptmohnanbaugebiet in Österreich geworden. Weit über 1.000 Hektar sind heuer im Waldland-Vertragsanbau registriert.

Die Entwicklungsarbeit, die bei Mohn und im Speziellen bei Waldviertler Graumohn von Waldland im Laufe der vergangenen 30 Jahre geleistet wurde, hat – gepaart mit entsprechenden Maßnahmen bei Produktions- und Vermarktungsstrategien – zum Erfolg geführt. Der Mohn hat sich dank einer konsequenten Qualitätsstrategie stark am Markt positioniert.

Am Waldlandhof wurde eine Infrastruktur für die Graumohnveredelung geschaffen, und Waldland produziert wöchentlich tausende Mohnzelten, Mohnstrudel und andere Mohnbackwaren für Großabnehmer als auch für Privatpersonen. Damit ist eine entsprechende regionale Wertschöpfung verbunden. Außerdem hat der Mohnanbau auch für den Tourismus der Region große Bedeutung.

"Waldlach-Blech" sorge für musikalischen Rahmen

Ehrengast bei dem an die Tagung anschließenden Vielfalter-Sommerfest war Landesrat Ludwig Schleritzko. „Für mich ist das Herkommen wie ein Heimkommen“, so Schleritzko, der eineinhalb Jahre bei Waldland tätig war. Für ihn steht Waldland auf drei großen Beinen: Diversifikation, also Vielfalt, denn „auf vielen Füßen steht es sich besser“, Innovation und ständige Qualitätsverbesserung und -sicherung.

Das bestätigt auch Waldland-Geschäftsführer Gerhard Zinner: „Die Vielfalt ist ein Garant dafür, dass der Betrieb auch in schwierigeren Zeiten über die Runden kommt. Vielfalt ist Risikoabsicherung!“ Zinner ernannte gemeinsam mit Waldland-Obmann Robert Haidl auch heuer wieder zwei Vielfalter-Botschafter, und zwar den ehemaligen EU-Kommissar Franz Fischler und Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes. „Sie sollen die Vielfalt und die Strategie von Waldland in die Welt hinaustragen“, so Zinner.

Musikalisch umrahmt wurde das heurige Vielfalter-Sommerfest vom Ensemble „Waldland-Blech“, das sich aus Mitarbeitern und Vertragsbauern zusammensetzt. Geleitet wird es von Prokurist Hannes Blauensteiner. Höhepunkt war die Uraufführung des von Georg Zwettler komponierten „Waldland-Marsches“.