Erstellt am 07. März 2018, 05:00

von René Denk

Waldland will bei Bio stark erweitern. Die gute Position am Markt lässt Waldland 1,5 Millionen Euro investieren. Neue Mitglieder werden für Bio-Anbau gesucht.

1,5 Millionen Euro investiert die Firma Waldland, um den Bio-Bereich stark auszuweiten. Dafür wird erstmals alleine von den Waldland-Technikern die fünfte Trocknungsanlage von Waldland gebaut. Auch eine Hallenerweiterung wird erfolgen. Im Bild: Florian Zirnwald, Bernhard Buhl, Rudolf Marchart, Silvia Kurz, Thomas Holzmann und Matthias Binder.  |  René Denk

„Wir haben glücklicherweise eine so gute Position am Markt, dass wir unsere Kapazitäten im Bio-Bereich erweitern“, freut sich Pflanzenbauberater Rudolf Marchart, Prokurist der Firma Waldland.

Die Mitglieder von Waldland bewirtschaften derzeit 70 Spezialkulturen auf 4.600 Hektar. 600 Hektar davon sind derzeit dem Bio-Anbau gewidmet. (Von 950 Mitgliedern bauen derzeit 750 konventionell an.)

Von Kräutertee bis Mariendistel

Obwohl in den letzten zwei Jahren von 450 auf 600 Hektar Bio-Fläche ausgeweitet wurde, soll nun nochmals stark erweitert werden. Neue Bio-Landwirte sind nun gesucht, die auf 100 bis 150 Hektar die Spezialkulturen anbauen sollen.

Dabei gibt es viele Kulturen, die Waldland gut benötigen kann. Von Teekräutern, wie Melisse, Minze, Salbei oder Brennessel, über Küchenkräuter, wie Korianderblatt, Dillspitzen, Petersilie, Schnittlauch oder Estragon, bis hin zu Biokörnern, wie Mohn, Anis, Kümmel oder Mariendistel. Es sind auch noch viele weitere Arten gefragt.

Die Hallenerrichtung mit der Trocknungsanlage bis hin zur Abpackung der Ernte wurde von 2014 bis 2017 realisiert. In dieses Projekt steckte Waldland 4,5 Millionen Euro. Im Mai oder Juni soll die nächste Hallenerweiterung für die Ausweitung des Bio-Sektors gemacht werden.

Trocknungsanlage selbst produziert

Die fünfte Trocknungsanlage, die dafür gebaut wird, ist auch die erste, die Waldland komplett selbst produziert. Rund zehn Waldland-Techniker arbeiten an Planung und Umsetzung. Waldland investiert trotz vieler Eigenleistungen 1,5 Millionen Euro.

„Viele Hersteller gehen von den günstigen ehemaligen Ostblock- oder China-Produkten weg, und setzen mehr auf Qualität, die wir in der Erzeugung bieten, auch im Bio-Bereich“, sagt Pflanzenbauberaterin Silvia Kurz.

Die Landwirte, die Mitglieder werden, würde ein gutes Team bei Beratung, Kontrolle bis zum Verkauf erwarten. Die benötigte Infrastruktur, wie Erntemaschinen, Trocknungstechnik, Analytik und Weiterarbeitung biete Waldland. „Und das hat sonst fast niemand in Österreich“, betont Marchart. Interessierte Bio-Bauern sollen sich direkt in der Waldland-Zentrale unter der Telefonnummer 02826/74430 melden.

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