Theatergruppe musste ausziehen - Zukunft ungewiss. Bau eines Theatersaals in Ottenschlag rückt näher. Theatergruppe musste jetzt Requisiten und Bühnenbild entsorgen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 28. Mai 2020 (07:11)
Entrümpelten Bühnenbilder und Requisiten der vergangenen Jahre: Tanja Laher, Bürgermeister Paul Kirchberger und Veronika Bock.
privat

Neue Dynamik kommt in den geplanten Theaterraum: Wie die NÖN exklusiv berichtete, soll in der Raiffeisenbank-Filiale ein neuer Theaterraum geschaffen werden. Dieser soll dann an die Theaterinitiative untervermietet werden.

Jetzt räumte vor kurzem die Theatergruppe Ottenschlag ihren Raum, wo sie Bühnenbild und Requisiten gelagert hatten: „Wir wurden mit den Plänen ein wenig überrumpelt und vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Obfrau Susanne Zeinzinger. Sie betont, dass die Kulturinitiative unter Obmann Michael Mittermeir und ihre Theatergruppe zwei Paar Schuhe sind: „Ich möchte kein böses Blut. Viele Leute sprechen mich aber darauf an und verwechseln uns“, ist sie jetzt um Klarheit bemüht.

 „Wir können dann ja nicht für unser Stück proben, wenn das Theater zeitgleich von der Kulturinitiative bespielt wird.“ Susanne Zeinzinger fürchtet um ihre Theatergruppe

 Viele Requisiten und Bühnenbilder mussten Zeinzinger und ihre Kollegen am Bauhof entsorgen, denn: „Damit können wir auf der geplanten Bühne nicht spielen. Wir waren sehr wehmütig.“ 2001 wurde die Theatergruppe gegründet. Aktuell sind rund 40 Mitglieder darin tätig. „Wir haben seit der Gründung große Fortschritte gemacht, sowohl bei den Schauspielern, als auch bei der Technik“, sagt die Obfrau.

Ob die Gruppe dann im fertigen Saal spielen kann, wisse man noch nicht. „Wir können ja nicht an den Wochenenden für unser Stück proben, wenn das Theater zeitgleich von der Kulturinitiative bespielt wird“, sagt Zeinzinger. Im Herbst soll es eine Generalversammlung geben, in der die Frage nach der zukünftigen Probe- und Spielstätte geklärt werden soll. „Wir müssen bis dahin einfach abwarten. In den nächsten Monaten kann sich auch beruflich und privat einiges für unsere Mitglieder ändern“, sagt Zeinzinger.

Auf Nachfrage der NÖN nach dem Stand des Projekts betont Bürgermeister Paul Kirchberger, dass der Ball bei der Bezirkshauptmannschaft liege: „Es gab noch keine Verhandlungen. Durch die Coronakrise verzögern sich die Genehmigungen.“ Bis dahin sei die Angelegenheit auch nicht Sache der Gemeinde, sagt Kirchberger.

Hubert Dikovits von der Raiffeisenbank bestätigt: „Wir haben einen Plan mit 120 Sitzplätzen eingereicht und warten jetzt auf die Baubewilligung.“ Sollte ein positiver Bescheid von der BH kommen, wolle man „relativ schnell loslegen“, betont Dikovits: „Wenn alles optimal läuft, ist das Projekt noch im heurigen Jahr fertig.“