110-kV-Leitung zwischen Ottenstein und Zwettl erneuert. Vielen Waldviertlern ist der katastrophale Eisregen von 2014 noch in Erinnerung, wo in weiten Teilen der Bezirke Horn, Krems und Zwettl Straßenverbindungen aufgrund umgestürzter Bäume gesperrt waren und Stromleitungen unter der Last des Raureifs extrem in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Erstellt am 22. Dezember 2017 (14:40)
Netz NÖ

Die erneuerte 110-kV-Leitung zwischen Ottenstein und Zwettl, ist nun ein weiterer Schritt die Versorgungssicherheit im Waldviertel sicherzustellen.

„Um das Niveau der hohen Versorgungssicherheit auch künftig zu halten, sind unsere Techniker Tag für Tag im Einsatz, um das Netz quantitativ und qualitativ weiterzuentwickeln. Dabei investiert Netz NÖ nicht nur in die Integration von erneuerbaren Energien, sondern hat auch die Versorgungssicherheit aller Kunden im Auge“, so Netz NÖ Geschäftsführer Robert Essbüchl.

Bei der Neuplanung wurde neben der neuen Auslegung der Leitung für Eis und Raureif auch auf die örtlichen Interessen der Gemeinden in Bezug auf Schaffung von Wohn- und Gewerbegebieten Rücksicht genommen. Eine Optimierung der Leitungsführung durch Waldschneisen kann die Stromversorgung auch bei Sturmereignissen sichern. Bei der neuen Trassenführung wurde auch auf das Landschaftsbild im Erholungsgebiet des Stausee Ottenstein geachtet.

Zahlen, Daten & Fakten zur 110-kV-Leitung:

  • Leitungslänge:12,4 km
  • Betonkubatur: 3000 m³, das entspricht ca. 500 Betonmischern
  • Verbaute Stahlkonstruktion: 500 t
  • 44 Maste mit einer Gesamthöhe von 1500 m
  • Erd- und Leiterseile: 87 km, vergleichbar mit der Strecke Krems-Gmünd
  • Investitionskosten: ca. 4,5 Mio. Euro