Neue Wandernadeln für Lebensweg südliches Waldviertel. Verein möchte Wanderweg attraktivieren. Selbstbedienungs-Stationen und Musikpicknicks sind geplant.

Von Markus Füxl. Erstellt am 23. November 2019 (05:36)
Wollen den Lebensweg auch 2020 weiter attraktivieren: Naturvermittlerin Elfriede Lumesberger, Vereinsobmann Konrad Friedl, Leaderregion Südliches Waldviertel-Nibelungengau-Geschäftsführer Thomas Heindl, Naturvermittlerin Eva Mayer und Entwicklungsgruppen-Leiter Paul Schachenhofer.
Markus Füxl

Neues Leben will Konrad Friedl dem 260 Kilometer langen Lebensweg im südlichen Waldviertel einhauchen.

„Die Region gibt so viel her“

Friedl ist Obmann des Vereins zur Errichtung und Ausbau des Lebenswegs. Die Abschnitte der Wanderstrecke führen durch insgesamt 22 Gemeinden in den Bezirken Zwettl, Melk und Krems. „Wir hören ein gutes Echo von den Wanderern. Bei uns kann man Relaxen und ohne Hektik die Natur genießen. Beim Wandern muss man nicht immer über das Handy erreichbar sein“, sagt Friedl.

Nachdem der Verein heuer eine Wanderkarte mit nützlichen Infos über die einzelnen Etappen präsentierte, plant man bereits für den Start der Wandersaison März/April 2020: „Wir wollen einen Wanderpass und Wandernadeln in Bronze, Silber und Gold anbieten“, erklärt der Obmann.

Einen Schwerpunkt möchte man auf die Kultur legen: „Die Region gibt so viel her. Auf das wollen wir einen Augenmerk legen“, erklärt Paul Schachenhofer, Leiter der insgesamt fünf Entwicklungsgruppen. So sind etwa Kulturpicknicks geplant, bei denen Live-Musik gespielt werden soll. „Das kann von Klassik über Volksmusik bis zu Jazz gehen.“ Auch die Schlösser der 22 Gemeinden möchte der Verein verstärkt einbinden.

„Naturvermittler“ planen neue Aktionen

Obwohl es keine genaue Zahlen darüber gibt, wieviele Wanderer auf dem Lebensweg unterwegs sind, seien bereits positive Effekte zu beobachten, erklärt Friedl: „Die Verantwortlichen der Berndl-Schmiede im Yspertal haben etwa eine Infotafel über ihren Betrieb installiert. So können sie sich den Wanderern besser präsentieren.“

Weil im Waldviertel immer wieder Greißlereien und Gastrobetriebe ihre Pforten schließen, möchte der Verein Selbstbedienungs-Automaten und Bauernboxen mit kleinen Snacks entlang der Etappen aufstellen. Auch spezielle Brunnen, bei denen sich Wanderer gekühlte Getränke selbst nach oben kurbeln können, sollen entstehen.

Zusätzlicher Ideenreichtum soll vom Verein „Natur und Landschaft“ unter Obfrau Eva Mayer kommen. Der Verein gründete sich im Rahmen der Landesausstellung 2017 in Pöggstall. Damals wurden sogenannte „Naturvermittler“ ausgebildet. „Wir wollen Kindern den Bezug zur Natur näher bringen“, erklärt Mayer. Aktuell sind etwa 20 Mitglieder im Verein tätig. Ihre Aktionen sollen auch bald am Lebensweg erfahrbar sein. So plant Mayer unter anderem eine Veranstaltung am Muttertag 2020.

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