Schon 200 Stupsi-User im Zwettler Bezirkssüden. Derzeit werden Smart-Cafés für Fragen zum Smartphone angeboten.

Von Angelika Koll. Erstellt am 25. Oktober 2020 (06:16)
Freuen sich über viele „Stupsi-User“: Obmann Christian Seper, Florian Kerschbaumer, Regine Nestler, Natalie Denk, Christoph Schönsleben, Doris Maurer, Paul Schachenhofer, Elisabeth Höbartner Gußl.
Claus Schindler

Das Digitalisierungsprojekt des Waldviertler Kernlands für Personen über 60 wird gut angenommen. Auch die kürzlich eingeführte Gesundheitsapp zählt bereits einige Nutzer. Derzeit finden in mehreren Gemeinden Smart-Cafés statt.

 

„Es war unser erklärtes Ziel, die sichere Nutzung digitaler Medien und Gesundheitsförderung zu verbinden“, erklärt Projektleiterin Doris Maurer die Idee hinter dem Projekt, das 2019 startete. „Wie wichtig das gerade für ältere oder alleinlebende Menschen ist, zeigt die gegenwärtige Lage.“ Für viele zuerst eine Spielerei, wurde das Digitalisierungsprogramm angesichts der Corona-Pandemie und der Auswirkungen auf das soziale Leben zu einer echten Hilfe beziehungsweise sogar Notwendigkeit.

Zahlreiche Schulungen haben schon stattgefunden, freiwillige Handybegleiter wurden ausgebildet und einige Leihgeräte angekauft. Bei den Smart-Cafés handelt es sich um zwanglose Treffen, bei denen Smartphone-Nutzer Fragen zu ihren persönlichen Interessen stellen können. „Mit Leuten, die versiert am Smartphone sind macht man sich dann gemeinsam daran, das Smartphone zu erkunden und Problemstellungen zu lösen“, erwähnt Maurer.

Zu dem Digitalisierungsprojekt gehört auch das Mentorenprogramm, das sich an Neueinsteiger richtet, die noch kein „Wisch-Handy“ nützen. Einen Monat lang werden hier die interessierten Personen individuell betreut und mit den Funktionen vertraut gemacht, die sie nutzen wollen. Wer noch kein Smartphone besitzt, bekommt während der Zeit eines kostenlos zur Verfügung gestellt.

Neuigkeitenbereich ist besonders beliebt

Mit der Gesundheits-App Stupsi, die von der Donau Uni Krems erstellt wurde, kann man sein Gesundheitsverhalten im Blick behalten, persönliche Ziele erstellen und seinen Fortschritt beobachten. Durch Tipps und Informationen wird man immer wieder zu Aktivitäten „angestupst“ und erweitert so auf spielerische Art seine Gesundheitskompetenz.

„Die App wird sehr positiv angenommen“, berichtet Maurer. Man befinde sich noch in der Einführungsphase, dennoch gibt es bereits um die 200 Nutzer. „Der Neuigkeitenbereich gefällt besonders. Dort gibt es immer wieder News zu Themen aus dem Gesundheitsbereich“, sagt Maurer.

Alle Angebote des Digitalisierungsprojekts können gratis genutzt werden, da die Gemeinden des Waldviertler Kernlandes bei der Projektumsetzung vom Fonds Gesundes Österreich unterstützt werden.

Die nächsten Smart-Café Termine des Kernlands:

21. Oktober um 13.30 Uhr, Gasthaus Enne, Els

23. Oktober von 17 bis 18 Uhr, Bibliothek Bad Traunstein