Zu wenig Kunst im öffentlichen Raum?. Ein aus zwölf Einzelbildern von Herta Müllauer zusammengesetzter Bilderstreifen ziert Wohnhausanlage.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 08. November 2017 (04:50)
Brigitte Lassmann-Moser
Kunst im öffentlichen Raum mit Bildern von Herta Müllauer (M.) am Balkon der Wohnung von Hildegard und Rudolf Bind (2. u. 3. v. r.). Möglich gemacht haben das Philipp Kugler („Chilifolia“), Galerist Wolfgang Sammer, Fotografin Rosemarie Winkler (v. l.) sowie Bauherr Herbert Krammer (r.).

Alle Zwettler Stadttürme erstmals gesammelt aus einer Künstlerhand und an einem öffentlichen Ort ausgestellt – dieses besondere, einzigartige Kulturprojekt wurde am vergangenen Samstag, 4. November, der Öffentlichkeit präsentiert: Bilder von Herta Müllauer, die – quasi als dauerhafte Freiluft-Galerie – die neue Wohnhausanlage in der Florianigasse schmücken.

Die Idee dazu hatte der Bauherr, der Unternehmer Herbert Krammer, nachdem er bei einer Ausstellung in der Galerie „Der Sammer“ die Bilder von Herta Müllauer gesehen hatte und von ihnen begeistert war.

Werke zieren Balkon

Auch die Wohnungsbesitzer, Hildegard und Rudolf Bind, „spielten“ mit, sodass jetzt ein aus zwölf Einzelwerken zusammengesetzter Bilderstreifen mit Zwettl-Ansichten deren Balkon ziert. „Eine einzigartige, sehr geglückte Collage“, freute sich Krammer.

Die Künstlerin dankte allen am Projekt Beteiligten: Fotografin Rosemarie Winkler, die ihre im Original 30 x 30 cm großen Acrylcollagen fotografiert und auf 60 x 60 cm vergrößert hat, Philipp Kugler von „Chilifolia“, der für das Grafische verantwortlich zeichnete, und Wolfgang Sammer, der die Werke letztendlich hinter Glas bahnte.

Herta Müllauer verriet auch Details, wie ihre Collagen, ihre liebste Arbeitstechnik, entstehen: Erst beklebt sie den Hintergrund, dann wird grob skizziert und letztendlich übermalt, jedoch nicht zur Gänze, sodass Details vom Hintergrund sichtbar bleiben. Von ihrem Mann, dem ehemaligen Gymnasiallehrer Norbert Müllauer, wurde sie dazu inspiriert, sich mit architektonischen Motiven ihrer Heimatstadt auseinanderzusetzen.

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