Aktivitäten vor Schulschluss im Bezirk Zwettl

Erstellt am 29. Juni 2022 | 04:42
Lesezeit: 4 Min
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Die Möglichkeit, wieder mit externen Experten zusammenzuarbeiten, wurde ausgenutzt. Einige Kinder der 3. Schulstufe der Volksschule Schwarzenau bei der Blumenwiese und den Insektenhotels vor der Schule: Lena Fuchs, Lukas Hofbauer, Nevio Frey, Lisa Bichl, Thomas Gattinger, Sophie Pannagl, Erik Semper, Nathalie Hrdlicka, Elisa Strohmayer, Amelie Rosenbusch und Luisa Franta.
Foto: VS Schwarzenau
Zum Schuljahresende konnten doch noch viele Projekte und Ausflüge stattfinden.
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Der Abschluss des Schuljahres steht bevor, und Lehrer und Schüler freuen sich auf eine Auszeit. Gelegenheit für einen Rück- und Ausblick.

Nachdem die vorangegangenen beiden Schuljahre von Lockdowns durchzogen waren, kam man diesmal ohne generelle Schulschließungen aus — ein Fakt, über den sich alle sehr froh zeigen. „Wir haben es ausgenutzt, wieder Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten organisieren zu können. Auch externe Personen konnten wir wieder an die Schule einladen“, freut sich Daniela Gaishofer, Direktorin der Volksschule Schwarzenau. So konnten auch wieder klassenübergreifende Projekte durchgeführt werden. Der Wegfall von Maske und Tests war außerdem eine große Erleichterung für alle. Gaishofer freut sich, das Schuljahr zu einem guten Abschluss bringen zu können und hofft, dass es auch im Herbst wieder so weitergehen wird.

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Ein ereignisreiches Schuljahr mit vielen Aktivitäten, auch zum Thema Umwelt, geht unter anderem in der PVS Zwettl zu Ende.
Foto: privat

Auch Helga Monika Goldnagl, Schulleiterin der Privaten Volksschule Zwettl, spricht von einem schönen Abschluss. „Man schätzt nun wieder vieles, was zuvor selbstverständlich war“, meint sie und erzählt etwa von den Englisch-Projekttagen der vorletzten Schulwoche. Die Schulgemeinschaft könne nun wieder viel mehr gefördert werden. „Unseren Kindern geht es emotional und psychisch gut, und wir blicken zuversichtlich ins nächste Jahr“, meint Goldnagl.

Sommerschule nicht in allen Fächern. Eine Sommerschule wird es in diesem Sommer in der PVS nach den letzten beiden Jahren nicht wieder geben, dafür aber in der Privaten Mittelschule. Außerdem ist eine Sommerschule an der Volks- und Mittelschule in Allentsteig, der Mittelschule Arbesbach und der Volksschule Zwettl geplant sowie am Gymnasium.

„Wir haben 19 Schüler für die Sommerschule in Deutsch“, berichtet dort Direktor Wolfgang Steinbauer. In den Fächern Mathematik und Englisch habe es leider zu wenige Anmeldungen gegeben.

Auch Steinbauer zeigt sich immens erleichtert, dass das Testen und Contact Tracing in den Schulen in den letzten beiden Monaten weggefallen ist. „Es war natürlich wichtig, aber brachte einen immensen Mehraufwand mit sich“, meint Steinbauer. Angefangen bei der ersten Viertelstunde des Schultages, die jeweils für die Covid-Tests aufgewendet werden musste, nahm die zugehörige Bürokratie sehr viel Zeit in Anspruch: Alle Ergebnisse mussten eingegeben werden, das Contact Tracing bedeutete pro Schüler schnell einmal eine halbe Stunde zusätzliche Arbeit. Wie es im Herbst schließlich weitergehen wird, wisse man natürlich noch nicht. Steinbauer schließt aber nicht aus, dass erneut Tests durchgeführt werden.

Generell meint Direktor Steinbauer: „Grundsätzlich ist das Jahr gut hinübergegangen.“ Nur vereinzelt musste man aufgrund von Coronafällen eine Klasse für ein paar Tage sperren. Keine Infektionen gab es zum Glück bei den Maturanten in der Prüfungszeit. „Über 80 Prozent erreichten gute und ausgezeichnete Erfolge“, ist Steinbauer stolz. Gerade noch, bevor wieder strengere Maßnahmen verabschiedet wurden, konnte der diesjährige Jahrgang im Herbst auch einen Maturaball abhalten. Im kommenden Jahr soll es ebenfalls wieder einen geben.

Steinbauer bemerkt außerdem: „Es gibt immer wieder psychisch belastete Schüler, aber seit Corona haben wir das verstärkt gemerkt.“ Es habe in diesem Schuljahr sogar Schüler gegeben, die sich vorübergehend in einer Klinik aufhielten. Lockdowns und Co. hätten laut Steinbauer zu einer Vereinsamung geführt. Um hier entgegenzuwirken, gab es etwa ein vom Elternverein finanziertes Projekt mit dem Juzz.

Bestehende Probleme verstärkt. Insbesondere bei Kindern beziehungsweise in Familien, in denen es zuvor bereits Probleme gab, hätten sich diese während der Coronapandemie verschärft, berichtet dazu auch Alfred Zauner von der schulpsychologischen Beratungsstelle für Zwettl und Gmünd. „Die Lockdowns waren eine Riesenbelastung“, meint er. Zuhause seien manche Kinder in eine gewisse Lethargie hineingefallen. Die Tagesstruktur, die es in der Schule gibt, fehlte. „Es ist immens wichtig, dass der Lebensraum Schule zur Verfügung steht“, sagt Zauner. Vor allem in der Pubertät sei die Gemeinschaft sehr wichtig und Social Media sei einfach nicht dasselbe. Müsse Corona manchmal für Probleme herhalten, die es auch ohne gäbe, merke man doch sehr den verstärkten Bedarf in der Kinder- und Jugendpsychologie.

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