Pflegerin beteuert vor Gericht: „Waren Geldgaben“. Mit der Erlaubnis der Pflegebedürftigen will eine Rumänin Geld von deren Konto behoben haben.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 17. Januar 2021 (10:02)
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Dass eine Rumänin (28) mit der Bankomatkarte ihres Pflegeschützlings aus dem Bezirk Zwettl Geld behoben hat, konnte sie aufgrund der Videoaufnahmen nicht leugnen. So gab die 28-Jährige beim Prozess die Geldbehebungen zu, leugnete aber, die Karte ungefragt zum Einsatz gebracht und sich Geld ergaunert zu haben.

„Ich bin unschuldig, warum sollte ich das tun? Die alte Dame war immer sehr lieb zu mir, und sie hat mir öfters mit Geldgeschenken für meine Angehörigen in der Heimat geholfen. Die Dame war immer zufrieden mit mir. Ich habe nichts getan. Es war aber ein Fehler, dass ich ihren Kindern nichts von den Geschenken gesagt habe - das war aber ihr Wunsch. Das Geld habe ich behoben und für sie Einkäufe getätigt“, beteuerte die Pflegerin.

Um die Beteuerungen der Pflegerin zu überprüfen, sei die Zeugeneinvernahme des Opfers erforderlich, befand die Richterin. Aus Rücksicht auf das betagte Alter und die Gehbehinderung der Waldviertlerin, wird deren Einvernahme per Video erfolgen, erklärte die Richterin. Die Verhandlung wurde auf den 5. März 2021 vertagt.