„Trikustik“ hält Kurs. Die Rappottensteiner Firma „Trikustik“ sorgt mit Akustikpaneelen für guten Klang. Zuletzt stattete man die Wiener Uni für Bodenkultur aus. Auftragsjahr 2020 trotz Corona stabil.

Von Markus Füxl. Erstellt am 21. Januar 2021 (03:06)

Mit der Firma „Trikustik“ gibt es im Waldviertel einen Experten für Raumakustik. Bisher ist man gut durch die Coronakrise gekommen, erzählt Vertriebsleiter Wolfgang Pfiel.

Vor 15 Jahren spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Akustikpaneelen. Eine Besonderheit sind dabei „CNC“-Maschinen, mit einer speziellen Steuerungstechnik. Einige von ihnen habe man selbst entwickelt: „Wir sind auf einen schmalen Bereich des Innenausbaus spezialisiert. Davon gibt es in Österreich nur eine Handvoll Firmen“, erklärt Pfiel.

Zur Bandbreite gehören sowohl kleine Einfamilienhäuser, als auch Objekte bis zu 4.000 Quadratmeter. „Ein wichtiges Projekt war etwa die Ausstattung in der Wiener Stadthalle sowie im Festspielhaus Bregenz“, sagt Pfiel. Am meisten gefreut habe ihn in den vergangenen Jahren ein Projekt in Straßburg: „2020 wurden Produkte von uns im Europäischen Parlament eingebaut.“

Projekte bis nach Schweden

Die Kunden kommen vorwiegend aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, aber auch in Italien, Schweden und Polen wurden bereits Projekte umgesetzt. Einen Fokus legt das Unternehmen auf das Thema Massivholz: „Wir bearbeiten etwa Ein- oder Dreischichtplatten aus massiver Fichte zu Akustikpaneelen“, erklärt Pfiel – so auch bei der Produktschiene „Woodsorber“: Mit speziellen Löchern oder Schlitzen entsteht so der optimale „Schall-Schlucker. Besonders bei der Ausstattung von Schulen und Kindergärten kommt Massivholz zur Anwendung: „Das passt gut zum Holztrend, der sich gerade entwickelt“, sagt Pfiel. So stattete Trikustik auch die Schule in Rappottenstein sowie zuletzt die Universität für Bodenkultur in Wien mit einer Massivholzdecke aus. „Das ist eines der ersten komplett aus Holz gefertigten Institutsgebäuden in Wien“, zeigt Pfiel auf.

Keine Kurzarbeit

Acht Mitarbeiter sind im Betrieb beschäftigt. „Wir stellen uns darauf ein, dass Auftraggeber jetzt vorsichtiger investieren. Bisher haben wir keine Kurzarbeit gebraucht. Wir hoffen, dass es so bleibt“, sagt Pfiel. Er beobachte einen erfreulichen Trend: „Immer mehr Privathausbauer denken rechtzeitig an das Thema Akustik. Das ist erfreulich, nachträgliche Änderungen sind schwierig. Wir wollen ein Teil der Lösung sein.“