Sprühklebedose wurde zur Bombe. Glück im Unglück hatte eine Familie in der Region Arbesbach: Nachdem sich eine Sprühkleberdose neben einer Kochplatte erhitzt hatte, explodierte diese und riss ein Loch (!) in eine gemauerte Trennwand. Verletzt wurde dabei niemand.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 21. März 2019 (04:07)
Weingartner-Foto
Symbolbild

Ein Zweijähriger spielte am 17. März um 14 Uhr im Abstell- und Spielraum, während sein Vater im Obergeschoss des Wohntraktes auf einer Couch im Vorraum lag.

Zuvor hatte die Mutter eine Sprühkleberdose von der Weihnachtsdekoration weggeräumt, damit sie nicht in die Hände des Kleinkindes gerät. Sie stellte die Dose an den hinteren Rand eines Elektroherdes, direkt neben die linke hintere Kochplatte. Der Zweijährige dürfte beim Spielen mehrere Heizplatten eingeschaltet haben. Nach einiger Zeit ging das Kind in das Erdgeschoss. Nach etwa einer halben Stunde kam es dann zur Explosion in der Küche.

Der Vater (29) eilte vom Vorraum in den Abstellraum und weiter in die Küche. Dort bemerkte er, dass die gemauerte Trennwand zwischen den beiden Räumen im Ausmaß von 2,60 mal 3,20 Metern komplett eingestürzt war. Küchentür sowie Mauerteile flogen bis an die Wand zum Vorraum des Obergeschosses. Ein Teil des Küchentürstockes flog durch die Wohnzimmertür in den Vorraum.

In der Küche brach ein Brand aus, von dem abgestellte Kartons, eine Putzrolle sowie eine Aufbewahrungstruhe aus Kunststoff am Fußboden betroffen waren. Der Vater konnte den Brand selbst mit einem Handtuch und Wasser löschen.

Brandermittler Markus Lassl sagt zur Explosion: „Auch für uns war das Ausmaß der Zerstörung überraschend. Dass solche Sprühklebedosen einen derartigen Schaden verursachen, habe ich zuvor nur in meiner Ausbildung gesehen. Das war unglaublich!“

Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Wolfgang Gottsbachner ergänzt: „Der Druck musste irgendwohin und die dünne Wand war das schwächste Glied im Raum.“