Projekt "Nachbarschaftshilfe plus" startet im April. Karten spielen, Plaudern, Spazierengehen: Die Leader-Region Kamptal übernimmt erfolgreiches Projekt aus dem Burgenland.

Von René Denk. Erstellt am 24. März 2018 (04:04)
NOEN, NÖN
Informationsabend für das Projekt „Nachbarschaftshilfe plus“: Die ehrenamtlichen Teilnehmer aus Pölla mit den Organisatoren Karl Baier, Wolfgang und Leopoldine Cwinczek, Maria Dick, Nina Goldmann, Robert und Waldtraud Hainzl, Roland Handl, Walter Hofbauer, Friedreich Hollerer, Christian Kurmayer, Christa Mozga, Charlotte Pfeiffer, Margareta Pfeisinger, Willibald und Karl Ziegelwanger, Ehrenamtskoordinatorin Romana Fröhlich, Leopoldine Hartl, Amtsleiterin Herta Jamy, Vizebürgermeister und Obmann des Vereins „Mit Euch - Für Euch“ Johann Müllner und Bürgermeister Günther Kröpfl.

Ein Treffen der Ehrenamtlichen für das Projekt Nachbarschaftshilfe plus fand am 15. März im Kulturhof in Neupölla statt.

Das Pilotprojekt der Leader-Region Kamptal soll mit April starten. Dafür wurde bereits Ende 2017 der Verein „Mit Euch - Für Euch“ gegründet, Pöllas Vizebürgermeister Johann Müllner fungiert als Obmann. Nach einem Jahr sollen auch andere Gemeinden noch die Möglichkeit haben, in das Projekt einzusteigen.

Beim Projekt geht es darum, dass ehrenamtliche Helfer bei verschiedenen Aufgaben der Mitbürger helfen beziehungsweise sie übernehmen, wie etwa alltägliche Besorgungen, Fahr- und Einkaufsdienste. Aber auch zwischenmenschliche Dienste, wie Karten spielen, Plaudern oder Spazieren gehen werden dabei ehrenamtlich geleistet. Was dabei nicht gemacht wird, sind weder Pflegedienst noch hauswirtschaftliche Dienste.

Info-Folder soll so rasch wie möglich aufgelegt werden

Nach einem großen Erfolg im Burgenland will man diesen auch auf das Waldviertel übertragen. „Das Gute daran ist, dass wir das Projekt eigentlich eins zu eins übernehmen können“, freut sich Pöllas Bürgermeister Günther Kröpfl.

Für die beiden Gemeinden wurde je eine Teilzeitkraft eingestellt. Romana Fröhlich soll für die Gemeinde Pölla Dreh- und Angelpunkt der Koordination sein, Martina Pleßl übernimmt diese Aufgabe für die Gemeinde Röhrenbach. „Die Mitarbeiterinnen sollen dabei auch aktiv auf mögliche Bedarfsträger zugehen und sie direkt ansprechen. Es fallen dabei keine Kosten an“, erklärt Bürgermeister Kröpfl.

Als nächster Schritt wird eine Info-Folder erstellt und so rasch wie möglich aufgelegt werden. Mit dem Projekt soll vor allem sichergestellt werden, dass für Mitmenschen, die Hilfe benötigen, möglichst lange ein hohes Maß an Lebensqualität in gewohnter Umgebung erhalten bleibt.