Saisonspitze überwunden. Arbeitsmarkt / Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl ist wieder rückläufig – die Altersarbeitslosigkeit hingegen entwickelt sich zunehmend prekärer.

Erstellt am 04. März 2014 (23:59)

BEZIRK ZWETTL / Ende Februar waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl 1.874 Jobsuchende (494 Frauen/1.380 Männer), vorgemerkt. Die Arbeitslosigkeit ist innerhalb eines Monats um 118 Personen (oder minus 5,9%) und im Vorjahresvergleich um 15 Betroffene (oder minus 0,8 %) gesunken.

„Im Februar sind im Bezirk Zwettl einerseits weniger Menschen arbeitslos geworden als letztes Jahr und andererseits konnten mehr Arbeitsuchende wieder eine Beschäftigung aufnehmen“, berichtet AMS-Leiter Kurt Steinbauer. Dies sei im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass saisonal freigesetzte Stammkräfte aufgrund der relativ günstigen Witterung rascher wieder eingestellt wurden.

Wetter erlaubt frühere Wiedereinstellung

Mehr als 1.100 derzeit beim AMS Zwettl vorgemerkte Personen verfügen über Einstellversprechen, welche in den nächsten Wochen eingelöst werden, sofern das Wetter weiter mild bleibt und die Auftragslage dies zulässt. „Für den Großteil der Betroffenen wird daher die saisonale Unterbrechung bald zu Ende sein und sie erzielen wieder deutlich höhere Beschäftigungseinkommen. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem Bruttogehalt des letzten bzw. vorletzten Jahres und entspricht ca. 55 % des monatlichen Nettogehalts“, erklärt Steinbauer.

Im Februar sind insgesamt 300 Kunden arbeitslos geworden und 470 Betroffene sind aus dem AMS-Vormerkregister ausgeschieden. Davon haben 301 Personen wieder eine Beschäftigung aufgenommen, 72 sind in eine Schulung eingestiegen, und in 97 Fällen wurde die Vormerkung aus anderen Gründen eingestellt.

Mehr als 500 Arbeitslose über 50

Zunehmend prekärer entwickelt sich die Altersarbeitslosigkeit. Ende Februar registrierte man beim AMS Zwettl bereits 507 über 50-Jährige arbeitslose Kunden. Das sind um 92 Betroffene (oder plus 22,2%) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Steinbauer: „Mit besonderen Förderangeboten zur Vermittlungsunterstützung, wie beispielsweise Eingliederungs-beihilfe, gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung zu günstigen Bedingungen, schaffen wir Anreize für die Beschäftigung Älterer. Unser Ziel ist es jedenfalls, die Arbeitslosigkeit so kurz wie möglich zu halten und die dauerhafte Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern.“

Infos unter www.ams.at oder bei allen AMS-Geschäftsstellen.