Uferte Busserl-Wette aus?. Nach Beweisverfahren wurde 18-Jähriger vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Verteidiger verwies auf „Bussi-Wette“.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Februar 2020 (11:49)
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Zahlreiche Besucher kamen am 7. April vergangenen Jahres zu einer Veranstaltung in Sallingstadt nahe einem Teich.

Das idyllische Flair weckte auch romantische Gefühle bei einem 18-jährigen Lehrling aus Groß-Gerungs. Zu später Stunde fand er dann auch ein Mädchen, das sich nach ersten Flirtgesprächen zu Küssen und Umarmungen hinreißen hat lassen.

„Ich habe sie nicht gezwungen mit nach draußen zu gehen. Sie ging freiwillig mit, und wir hatten dann in einem Waldstück einvernehmlichen Sex“, beteuerte der 18-Jährige vor Gericht und leugnete, das Mädchen vergewaltigt zu haben. „Vielleicht war sie böse, weil ich ihr nach dem Sex erzählt habe, dass ich eine Freundin habe“, mutmaßte der Lehrling eine Racheaktion.

Vielleicht sei es dem Mädchen auch peinlich gewesen, dass eine Wette unter einer Teenagerrunde (Wer an diesem Abend mit den meisten Burschen schmusen könne) ausgeufert sei, ergänzte Verteidiger Martin Rausch und plädierte auf Freispruch, den er letztlich bekam.