Amtsgebäude soll saniert werden. Gemeinderäte wichen wegen Corona in früheres Hallenbad aus. 250.000 Euro Überschuss fließt in Straßenbau und Sanierung.

Von Reinhard Hofbauer. Erstellt am 22. Mai 2020 (12:09)
Bürgermeister Ewald Fröschl (rechts) und Vizebürgermeister Willibald Kolm tagten mit den geschäftsführenden Gemeinderäten Friedrich Kaltenberger (hinten, links) und Rainer Strondl.
Reinhard Hofbauer

Für die Gemeinderatssitzung in Schönbach am 15. Mai wurde wegen der erforderlichen Abstände zwischen den Gemeinderäten eine spezielle Location gewählt: der an die Neue Mittelschule angeschlossene Mehrzweckraum, wo früher einmal das Hallenbad war.

Bei den ersten Tagesordnungspunkten ging es um die Vergabe von Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus, wie die Errichtung der Spinde, der Vinylböden und der Innentüren. Die entsprechenden Angebote der verschiedenen Firmen wurden von Feuerwehrkommandant Thomas Huber erläutert und einstimmig an die Bestbieter vergeben.

Rechnungsabschluss war einstimmig

Bürgermeister Ewald Fröschl erklärte: „Die finanzielle Situation der Gemeinde ist nicht absehbar, darum werden gewisse Beschlüsse auf später verschoben.“ Die Gemeinde konzentriere sich daher auf die Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Als wichtigster Tagesordnungspunkt wurde dann der Rechnungsabschluss vom Bürgermeister ausführlich erläutert. Ein Haushaltsüberschuss von 250.000 Euro wird zweckgebunden für einige Vorhaben verwendet, wie für den Straßenbau und die thermische Sanierung des Dachbodens des Amtsgebäudes. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt derzeit 851.741 Euro und wurde in der zehnjährigen Amtszeit von Bürgermeister Ewald Fröschl um etwa 1,4 Millionen Euro verringert. Im Anschluss listete Fröschl die Ausgaben für Betriebsförderungen und für den Gemeindefuhrpark sowie Einnahmen durch den Verkauf von Grundstücken auf. Auch die Errichtungskosten für ein in Planung befindliches Gesundheitszentrum im Gemeindehaus wurden genannt.

„Die finanzielle Situation der Gemeinde ist nicht absehbar, darum werden gewisse Beschlüsse auf später verschoben.“ Bürgermeister Ewald Fröschl

Die Über- und Unterschreitungen des ordentlichen und außerordentlichen Haushalts, die großteils aus aufgeschobenen Vorhaben resultierten, wurden von den Gemeinderats-Mitgliedern einstimmig bestätigt. Ausführlich besprochen wurde der Abschluss eines Vertrages mit der Firma Helios Sonnensystem GmbH zwecks Montage einer Photovoltaikanlage auf den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde – auf Gemeindeamt, Volksschule und Musikerheim. Die Anlage würde von der Fa. Helios auf eigene Kosten montiert und danach betrieben werden und nach 13 Jahren in den Besitz der Gemeinde übergehen. Die Gemeinde könne dann auch günstigen Strom beziehen. Im Sinne des Umweltgedankens für erneuerbare Energie wurde dem Vertragsabschluss einstimmig zugestimmt.