Große Nachfrage: Die Gläser sind beliebt. Mittlerweile 24 Produkte hat die Einrex-Manufaktur des Ehepaars Grünsteidl.

Von Karin Pollak. Erstellt am 02. Februar 2021 (10:37)
Birgit Grünsteidl präsentiert die Produkte der Einrex-Manufaktur.
privat

Der Fleischhauer Franz Grünsteidl und seine Gattin Andrea haben sich mit ihrer „Einrex-Manufaktur“ ein zweites Standbein geschaffen, welches sehr gut läuft und noch ausbaufähig wäre.

Das „Einrexen“ kam Franz Grünsteidl vor rund zehn Jahren in Erinnerung. „Mit dieser Einkoch-Methode werden Lebensmittel durch Erhitzen und Luftabschluss konserviert, die Lebensmittel werden vorgekocht oder roh mit genügend Flüssigkeit in Einrexgläser gefüllt und mit einem Gummiring und einem gläsernen Deckel verschlossen. Der Deckel wird während des Einrexvorganges mit einem Drahtbügel oder Klammern aus Federstahl fixiert. Diese funktionieren gemeinsam mit dem Gummiring wie ein Überdruckventil“, erklärt der Fleischhauer.

„Beim Einrexen braucht man viel Saft und das taugt den Kunden, denen auch das Bratlfett schmeckt.“ Franz Grünsteidl

Eine Verwandte habe früher mit dieser Methode Schweinsbraten & Co. haltbar gemacht. „Das ist mir eingefallen und wir haben es einmal ausprobiert.“

Die „Probeläufe“ seien erfolgreich gewesen. Über die Jahre wurde das Einrexen verfeinert, es wurde viel getestet und die Produkte auch in Labors untersucht. „Wir haben wirklich viel Zeit und Geld investiert. Jetzt läuft die Einrex-Manufaktur wirklich gut“, berichtet Grünsteidl.

Der eingerexte Schweinsbraten, mit dem das Ehepaar Gründsteidl gestartet ist, erhielt bald Zuwachs. „Zuerst kam der Rindsbraten dazu, dann andere Gerichte, Beilagen und Suppen. Mittlerweile führen wir 24 Produkte, die über den Online-Shop und in Feinkostläden vertrieben werden. Seit der Pandemie ist die Nachfrage nach unseren Produkten enorm gestiegen, dafür sind alle Märkte, wo wir vertreten waren, weggebrochen.“ Zu Weihnachten sei das Lager komplett ausverkauft gewesen, jetzt wird fleißig nachproduziert.

Nicht nur die Kunden schätzen diese Gläser mit köstlichem Inhalt, auch die Anfragen von Firmen, die an Grünsteidls Einrex-Schmankerln interessiert sind, seien derart groß, dass der Unternehmer gar nicht alle Aufträge annehmen könne.

Der „Hit“ in seinem Sortiment ist nach wie vor der Schweinsbraten: „Dazu wird das Karree mit Schwarte nach einem alten Hausrezept gebraten. Beim Einrexen braucht man viel Saft und das taugt den Kunden, denen auch das Bratlfett schmeckt.“ Übrigens: Die Schweine, die der Fleischhauer dazu verwendet, kommen aus der Region, ebenso die Rinder für den Rindsbraten und die Suppen.

Die Rückmeldungen der Kunden seien sehr positiv. Wie sich die Rexerei weiterentwickelt, könne man aktuell noch nicht sagen.