Skifahren im Bezirk Zwettl wieder beliebter. Wintersportangebote werden von Zwettler Schülern gerne genutzt.

Von Martina Hofer. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:06)
Spaß im Schnee: Durch Schulskikurse kommen viele Kinder erstmals auf die Bretter, die die (Ski-)Welt bedeuten.
Fahrnberger

Die NÖN ging der Frage nach, wie viele Schulen noch Skikurse anbieten.

Die Frage, ob der Schülerskikurs zum Auslaufmodell wird, beantwortet Wolfgang Steinbauer, Direktor des Gymnasium Zwettl mit einem klaren Nein. „Wir haben eine Teilnehmerzahl von über 90 Prozent. Die Schüler freuen sich aufs Wegfahren und die Kosten bewegen sich in einem leistbaren Rahmen“, sagt Steinbauer. Zudem gebe es die Möglichkeit von Zuschüssen.

Franz Jahn: „Kinder wollen fahren. Unsere Kurse sind ausgebucht.“
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Elternvertreter Bernhard Maisel bestätigt: „Die Eltern sind sehr stark dafür, dass sich die Kinder mehr bewegen..“ Zudem würden die Kinder beim Skifahren in der Gruppe lernen, aufeinander aufzupassen. Das Feedback, das er bekomme, sei, dass die Schüler viel Freude beim Skifahren hätten. Für Eltern mit begrenzten Mitteln gebe es daher die Möglichkeit, beim Elternverein um finanzielle Unterstützung zu bitten.

Wolfgang Steinbauer: „Kosten bewegen sich in einem leistbaren Rahmen.“
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Edith Weiß, Direktorin der NMS Ottenschlag: „Skikurse sind nach wie vor ein Thema und unsere Schüler fahren mit ungebrochener Begeisterung mit.“ Um Buskosten zu sparen, finden die Kurse zumeist im Skigebiet Hochkar in Niederösterreich statt. Damit sei die Schule gut beraten.

Auch hier gäbe es die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Besonderheiten der NMS Ottenschlag sind der zusätzliche Skitag in Karlstift und das Elternskiwochenende, bei dem Eltern und Lehrer gemeinsam auf die Piste gehen. Das Ziel ist es, die Eltern zu motivieren, mit ihren Kindern Ski zu fahren.

Andrea Neuwirth, Direktorin NMS Groß Gerungs, bestätigt, dass die Wintersportwoche eine sehr wichtige Projektwoche ist, die von den Schülern sehr gut angenommen wird. Die Eltern der Schüler schätzen das vielfältige Angebot an wintersportlichen Aktivitäten sehr. „Wir bieten mit dieser Projektwoche die Möglichkeit, zu einem angemessenen Preis eine Wintersportart zu erlernen. Sportarten, die als Kind erlernt wurden, werden im Erwachsenenalter auch ausgeübt und liefern somit einen wertvollen Beitrag für die Tourismusbranche im Wintersportland Österreich. Eine motorische Fertigkeit an der frischen Luft ist gesund und fördert die soziale Beziehung zu Mitschülern und Lehrern.“

Seit zwei bis drei Jahren konstanter Strom

Elternvertreterin Roswita Haneder ist sich sicher, dass aus finanziellen Gründen noch niemand den Skikurs abgesagt hat.

Franz Jahn, Geschäftsführer des Skidorfs Kirschbach, beobachtet seit zwei bis drei Jahren wieder einen konstanten Strom an Schulskikursen. Zuvor war es eher rückläufig. „Die Kinder wollen fahren. Unsere eigenen Skikurse sind auch immer ausgebucht.“

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