Gerichtsprozess: „Ich zünde euch die Hütte an!“

16-Jähriger aus Schwarzenau drohte seinen Eltern nur einen Tag nach seiner Haftentlassung. Nun sitzt er erneut ein.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 03:01
Lesezeit: 1 Min
Symbolbild Prozess Gericht Gerichtsprozess
Symbolbild
Foto: Shutterstock.com, Africa Studio

Ausraster im Rauschzustand und Drohungen gegen Angehörige brachten einen Teenager aus der Region Schwarzenau in Untersuchungshaft und letztlich wegen Suizidgefahr zur medizinischen Betreuung nach Mauer. Der folgende Prozess endete für den Jugendlichen mit einer teilbedingten Strafe und Weisungen.

Anzeige

Da er die unbedingte Strafe bereits in U-Haft abgesessen hat, ging er sofort frei. Die auferlegten Weisungen, vor allem die Finger vom Alkohol zu lassen, ignorierte der 16-Jährige bereits einen Tag nach der Haftentlassung und wurde wieder aggressiv gegen die Eltern. Während die Mutter den Sohn chauffierte, rastete er aus und drohte, wie eine Zeugin beim neuerlichen Prozess bestätigte: „Wegen Papa war ich im Gefängnis und wegen dir in Mauer. Ich werde euch die Hütte anzünden. Ich weiß, wo Sprengstoff gelagert wird!“

Für 16 Monate hinter Gitter, nicht rechtskräftig

Da sich die Eltern der Aussage entschlugen, blieb es lediglich beim Anklagepunkt gefährliche Drohung. Dafür wurde der Teenager nun zu acht Monaten, davon zwei Monate unbedingt, verurteilt. Weiters wurde die bedingte Strafnachsicht von 14 Monaten widerrufen. Somit muss der 16-Jährige nun insgesamt 16 Monate hinter Gittern absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.