Leistungen bei Neujahrsempfang gewürdig. In der Marktgemeinde Schwarzenau gehört der Neujahrsempfang, der heuer am Freitag, 19. Jänner, im Johann-Böhm-Saal des Gasthauses Helletzgruber stattfand, bereits zu den Fixpunkten im Jahreskalender.

Von Brigitte Lassmann-Moser. Erstellt am 23. Januar 2018 (16:39)
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Nach der Begrüßung der Gäste durch Vizebürgermeister Leopold Aschauer zeigte Uli Künzel fotografische Impressionen von den Ereignissen in der Gemeinde rund um‘s Jahr mit dem Schwerpunkt „Europa in Schwarzenau“. Bürgermeister Karl Elsigan gab einen Überblick über die Projekte, die im Vorjahr realisiert wurden. „Die größte Herausforderung war die Reparatur der Wasserleitung!“

Außerdem gab er seiner Freude über die steigenden Geburtenzahlen Ausdruck und dankte allen „positiven Kräften, die uns bei der Arbeit für die Gemeinde immer wieder unterstützen“, speziell jenen, die sich ehrenamtlich einbringen und einen Beitrag für eine lebenswerte Gemeinde leisten.

Ehrung als Dünger für weiteres Wachstum

Als lebens- und liebenswerte Gemeinde, die europäisch denkt und lebt, bezeichnete Bezirkshauptmann Michael Widermann Schwarzenau. Die Freiwilligkeit verglich er mit einem „zarten Pflänzchen, das Wertschätzung braucht“, und die Ehrung sei der Dünger, „damit dieses Pflänzchen weiter wächst“. An die Jungbürger appellierte er, sich vom „Fieber des Engagements anstecken“ zu lassen. In dieselbe Kerbe schlug auch Bundesratsabgeordnete Adelheid Ebner, die die Jungbürger einlud, „Visionen zu entwickeln“ und der Gemeinde ihr Herzblut zu schenken.

Der Bürgermeister übergab anschließend gemeinsam mit Ebner, den beiden geschäftsführenden Gemeinderäten Reinhard Poppinger und Doris Widhalm sowie dem Jugendreferenten des Landes, Wolfgang Juterschnig, die Jungbürgerbriefe an Marlene Gari, Vanessa Weixelbraun und Andreas Zimmerl.

Regionalentwickler Sepp Wallenberger warf anschließend einen Blick in die durchaus positiv zu sehende Bevölkerungsentwicklung des Waldviertels („Das Waldviertel ist keine Sackgasse mehr!“), ehe Bürgermeister Elsigan die Vorhaben der Gemeinde für dieses Jahr präsentierte.

„Sie waren mit Idealismus und Engagement für die Bürger tätig, haben viel Zeit, Ideen und Kraft aufgewendet und waren bereit, stets mehr zu tun als manche andere.“Bürgermeister Karl Elsigan

Höhepunkt des Empfangs, der von einem Ensemble des Musikvereins Großhaselbach musikalisch umrahmt wurde, war dann die Ehrung zweier langjähriger, ausgeschiedener Gemeindemandatare: Josef Kromsian, „ein starkes, schwergewichtiges Mitglied des Gemeinderates“, so Elsigan, war 22 Jahre lang geschäftsführender Gemeinderat, ihm wurde das Goldene Verdienstzeichen der Gemeinde verliehen. Johann Palkovich, der 14 Jahre als Gemeinderat und zwölf Jahre im Gemeindevorstand tätig war, erhielt eine seltene Auszeichnung, nämlich den Goldenen Ehrenring der Marktgemeinde Schwarzenau.

„Sie waren mit Idealismus und Engagement für die Bürger tätig, haben viel Zeit, Ideen und Kraft aufgewendet und waren bereit, stets mehr zu tun als manche andere“, würdigte der Bürgermeister den vieljährigen Einsatz der beiden Geehrten. Mit dem Ehrenring hätte er nicht gerechnet, so Johann Palkovich, „auch weil ich ein Sozialdemokrat bin“, aber er werde ihn mit viel Ehrfurcht tragen.

Die Festansprache hielt Landesrat Ludwig Schleritzko, der angesichts der Ehrung der ÖVP-Gemeinde für zwei ehemalige SPÖ-Mandatare das „Miteinander auch über Parteigrenzen hinweg“ in Schwarzenau lobend hervorhob.