Trauer um Leopold Aschauer. Der frühere Vizebürgermeister von Schwarzenau, Leopold Aschauer verstarb.

Von Markus Füxl. Erstellt am 10. April 2020 (15:49)
Leopold Aschauer widmete sein Leben der Musik.
privat

Die Marktgemeinde trauert um ihren früheren Vizebürgermeister: Leopold Aschauer ist am 9. April im Alter von 72 Jahren verstorben. Er litt laut Weggefährten an Leberkrebs. Aschauer hinterlässt eine Ehefrau, mehrere Geschwister, Schwager, Nichten und Neffen.

2005 wurde Aschauer Vizebürgermeister von Schwarzenau, im Oktober 2018 legte er das Amt zurück. Bürgermeister Karl Elsigan zeigt sich getroffen vom Tod seines Kollegen: „Ich habe einen guten Freund verloren. Leopold war immer sehr engagiert und hat mich in meiner Arbeit gut unterstützt. Man hat sich immer auf ihn verlassen können.

„Ich habe einen guten Freund verloren. Leopold war immer sehr engagiert und hat mich gut unterstützt.“Bürgermeister Karl Elsigan zum Tod von Leopold Aschauer

Aschauer war im Gemeindeleben fest verwurzelt. So war er etwa im Sportverein tätig, in jungen Jahren sogar als Jugendtrainer. Seine Zeit widmete er vor allem dem Männergesangsverein in Schwarzenau. Dort war er zehn Jahre lang stellvertretender Chorleiter. Die Rolle des Chorleiters füllte er 30 Jahre lang aus. Auch dort sitzt der Schock tief: „Es ist eine Tragödie. Wir sind alle sehr betroffen“, sagt Obmann Peter Stiegler.

Viele Auszeichnungen für seine Tätigkeiten

Aschauer widmete sich völlig dem Männergesangsverein. So wurde er etwa mit der bronzenen, silbernen und goldenen Bundesmedaille vom Chorverband Niederösterreich sowie der Chorleiternadel in allen drei Stufen ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Schwarzenauer die goldene Sängernadel, einen Ehrenbrief für seine 50-jährige Tätigkeit beim MGV sowie den goldenen Siegelring der Marktgemeinde.

Neben seiner Funktion in Schwarzenau war er auch im Singerkreis Waldviertel für einige Jahre Obmann-Stellvertreter. „Er hat uns immer toll vorbereitet. Unter ihn haben wir immer gute Ergebnisse bei Wertungssingen erreicht“, sagt Stiegler.

Aschauer sei in seiner Arbeit immer „akribisch genau gewesen“, sagt der Obmann: „Er bestach mit einem fundierten Wissen und war ein geselliger Mensch, mit dem man auch gut ein Achterl Wein trinken konnte. Er wurde von allen im MGV gemocht und war immer bestrebt, dass er uns zusammenhält.“

Das Ableben des langjährigen Chorleiters reißt ein Loch in den Verein. So überlege man, den MGV mit Jahresende aufzulösen, sagt Stiegler: „Ein Chor steht und fällt mit dem Leiter. Außerdem kommen keine jungen Leute nach.“ Heuer möchte der Verein noch den MGV Vitis bei ihrem Bestandsjubiläum unterstützen. „Ende des Jahres werden wir uns wahrscheinlich auflösen“, kündigt Stiegler an. Er wollte Aschauer noch eine Ehren-Chorleiterschaft überreichen. Dazu kam es leider nicht mehr: „Die Urkunde liegt jetzt bei mir zuhause“, sagt Stiegler.

Das Requiem und die anschließende Urnenbeisetzung werden zu einem späteren Zeitpunkt in Schwarzenau stattfinden.