Kindergarten: Freie Bahn für Zubau

Aufträge um 400.000 Euro vergeben, Fertigstellung des Kindergartens Schweiggers für Herbst 2022 geplant.

Anna  Hohenbichler
Anna Hohenbichler Erstellt am 10. Oktober 2021 | 06:57
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So soll der Schweiggerser Kindergarten nach der Erweiterung aussehen. Es wurden nun etliche Arbeiten vergeben.
Foto: Visualisierung/Hartl Haus

Erstmals nach der Angelobung des Gemeinderates im Vorjahr kamen die Mandatare in der Vorwoche im Sitzungssaal des Rathauses zusammen. Noch bevor es an die Tagesordnung ging, waren die Meinungen rund um einen Dringlichkeitsantrag von Niko Steinberg (FPÖ) aber gespalten.

Er forderte weiterhin kostenlose Covid-Tests für alle Gemeindebürger: „Wir haben viele Anfragen bekommen und stellen deshalb den Antrag, dass Tests weiter von Bund und Ländern bezahlt werden“, erklärte er. Robert Reuberger (ÖVP) meldete sich zu Wort: Man wisse noch nicht, ob und wann Tests nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Mit 15 Stimmen der ÖVP – zwei Mandatare nahmen nicht an der Sitzung teil – wurde dem Antrag keine Dringlichkeit zuerkannt.

Viele Entscheidungen für Kindergarten-Erweiterung

Wie berichtet, erhält der Kindergarten in Schweiggers einen vierten Gruppenraum, Bürgermeister Josef Schaden (ÖVP) rechnet damit, dass der Bau bis September 2022 abgeschlossen werden kann. Um den Weg dafür zu ebnen, beschäftigte sich der Gemeinderat mit einigen Auftragsvergaben. Die Gesamtbauleitung (6.700 Euro) ging an Hartl Haus, die Koordination (4.000 Euro) an kpp consulting. Den rund 64.000 Euro schweren Auftrag für die Fundamentplatte erhielt Swietelsky, die Arbeiten für den Zubau an sich – das umfasst unter anderem einen Holzriegelbau, Fenster und Dachdeckerarbeiten – gingen mit rund 320.000 Euro an Hartl Haus. Die Vergaben erfolgten einstimmig.

Die Möbel für die neuen Räumlichkeiten finden bereits in der Kindergartengruppe Verwendung, die derzeit im Pfarrhof untergebracht ist und dann mitsamt der Einrichtung in den Zubau übersiedeln soll. Eine Kostenschätzung geht derzeit von insgesamt knapp 630.000 Euro für den Zubau aus, Bürgermeister Schaden hofft auf eine Förderquote von 50 Prozent.

Weitere Punkte: Darlehen und Bushaltestellen

Bei der Raiffeisenbank wurde für den Fuhrpark ein Darlehen in der Höhe von 97.000 Euro aufgenommen, allerdings ohne die Stimme der FPÖ. In nächster Zeit stehen in Walterschlag und Perndorf außerdem Arbeiten an den Bushaltestellen an: Teilweise werden sie ganz verlegt, teilweise nur die Bordsteine gemäß den aktuellen Regelungen angehoben. Eine Schätzung geht von Materialkosten in der Höhe von 26.000 Euro aus.