Schwierige Rettung. UNVERLETZT GEBORGEN /  71-Jähriger hatte sich bei schlechten Witterungsverhältnissen verirrt.

Erstellt am 03. August 2011 (07:21)

LUNZ, SCHWEIGGERS / Eine Wandergruppe aus Gmünd war am 30. Juli im Dürrensteingebiet unterwegs gewesen. Gegen Nachmittag konnte ein 71-jähriger Mitwanderer aus der Gemeinde Schweiggers nicht mehr mit dem Tempo der Gruppe mithalten. Da man auf einem markierten Weg unterwegs war, schlug er vor, dass die Gruppe vorgehen sollte und man sich bei der Ybbstaler-Hütte treffen sollte.

Doch als der 71-Jährige, geübte Wanderer nicht nachgekommen und eine erste Suche erfolglos geblieben war, alarmierte man die Bergrettung. Das Wetter war gegen den Abend hin immer schlechter geworden. Die Bergrettung leitete sofort eine Suche mit 24 Bergrettern sowie zwei Beamten der Alpinpolizei und zwei Hundeführern ein. Nebel, Sturmböen und Regen erschwerten die Suche.

Dennoch fanden die Retter den Mann unverletzt gegen 22 Uhr. Er hatte sich nach dem Gipfel Richtung Süden vergangen und war schon sehr erschöpft. Deshalb haben wir vor Ort ein Notquartier eingerichtet und weitere Kräfte mit Tee und Verpflegung hingeschickt. Nach einer Stunde hatte sich der Mann erholt und wir stiegen zur Edelweißhütte ab, schildert Bergrettungs-Einsatzleiter Norbert Fallmann.

Erst am Sonntag gegen 5 Uhr früh setzten die Retter den Abstieg mit dem Wanderer weiter fort. Gegen 6 Uhr erreichte die Gruppe dann die Forststraße, wo unser Auto wartete. Gegen 7 Uhr früh waren alle wieder wohlbehalten bei uns in der Zentrale.