So sieht die Corona-Teststraße für Zwettls Lehrer aus. Im Zwettler Stadtsaal sollen am 5. und 6. die Massentestungen von Lehr- und Schulpersonal aus dem Bezirk Zwettl stattfinden, 584 Personen sind angemeldet. Die NÖN war exklusiv bei einem Testlauf mit dabei.

Von Markus Füxl. Erstellt am 04. Dezember 2020 (17:27)

Es ist nicht zu übersehen: In großen Lettern steht auf dem Plakat über dem Eingang des Stadtsaals: "Test-Station". Dort wird am 5. und 6. Dezember das Lehr- und Schulpersonal aus dem Bezirk Zwettl freiwillig auf Corona getestet. Für die Abwicklung zeichnet das Kommando des TÜPl Allentsteig verantwortlich. Bei einem "Probedurchgang" präsentierte Oberstleutnant Thomas Winkler Vertretern der Bezirkshauptmannschaft sowie der Schulbehörden den Ablauf. Rund 1.000 Lehrer und Kindergartenpädagogen sind aufgerufen, sich testen zu lassen. 584 Personen sind laut Winkler für die Tests angemeldet, wieviele tatsächlich kommen, wird man erst am Montag sehen.

"Check In", dann kommt das Stäbchen

Nach dem Eingang teilt sich der Weg in zwei Teststraßen auf. Die Wege laufen über einen "Check In" im Foyer in den Buffetraum. Dort werden den Teilnehmern die Abstriche entnommen, über den Hinterausgang werden die Personen nach draußen geleitet. Nach 15 bis 30 Minuten liegt ein Ergebnis vor. Sollte dieses positiv sein, erhalten die Teilnehmer per SMS oder Mail eine Information darüber, außerdem werden sie per Anruf verständigt. Im Falle eines positiven Testergebnisses werden die betroffenen Personen zu einem weiteren PCR-Test in der Teststraße am Parkplatz des Gymnasiums aufgefordert. Sollte auch dieser positiv sein, erfolgt der gewohnte Behördenweg seitens der Bezirkshauptmannschaft inklusive Absonderungsbescheid.

Logistik war Herausforderung

Das gesamte Personal wird vom TÜPl gestellt, erklärt Kommandant Herbert Gaugusch im NÖN-Gespräch: "Da wir das alles sehr kurzfristig auf die Beine gestellt haben, war es schon eine Herausforderung - vor allem, weil unser Übungs- und Schießbetrieb nebenbei normal weiterläuft." Ihn freue es aber, die Zwettler zu unterstützen. Neben dem Personal des TÜPl helfen auch zwei Studenten freiwillig bei den Testungen mit.

Beim Selbstschutz werden sämtliche Register gezogen: So wurde das gesamte Personal bereits im Vorfeld durchgetestet, am Samstag werden um 6 Uhr nochmal Abstriche entnommen. Am Montag erfolgt eine Nachtestung. Neben der bereits aufgebauten EDV stehen noch ein Notebook und ein PC in Reserve.

Das Bundesheer unterstützt aktuell auch an weiteren "Fronten" - so sind zehn Rekruten laufend bei der Teststraße beim Zwettler Gymnasium im Einsatz. Drei Bedienstete helfen auf der Bezirkshauptmannschaft beim Contact Tracing mit. Auch bei den Massentests ab 12. Dezember sei man bereit, nach Bedarf auszuhelfen, betont Gaugusch.

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