Kurioser Fund: Altes Bajonett gibt Rätsel auf

Ein altes Bajonett aus Ungarn landete auf den Stufen zum Zwettler Stadtmuseum. Jetzt suchen die Mitarbeiter den „Spender“.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 08:32
Lesezeit: 1 Min
altes bajonett gibt rätsel auf
Ewald Kolm, Brigitte Mayerhofer, Reinhard Gundacker und
Thomas Hagmann zeigen der NÖN, wo sie das Bajonett
gefunden haben. Jetzt sucht das Team den Besitzer.
Foto: Markus Füxl

Da staunten die Mitarbeiter des Zwettler Stadtmuseums nicht schlecht: Sie fanden vor dem Eingang zum Museum ein altes Bajonett. Jetzt wird der „Spender“ gesucht.

„Wir bekommen immer wieder mal Sachen geschenkt, darunter Bücher oder Bierdeckel aus den 80er-Jahren. Das war aber wirklich kurios“, erklärt Reinhard Gundacker, Obmann des Museumsvereins. Er bekam einen aufgeregten Anruf einer Mitarbeiterin, die das Bajonett gefunden hatte und meinte: „Da liegt ein Schwert auf der Stiege!“

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Das Schwert stellte sich rasch als Bajonett heraus. Ein ungarisches Wappen verrät den „Einsatzort“, hergestellt dürfte das Modell 1935 der französische Produzent „Lebel“ haben. Der Museumsverein verwahrt das Bajonett im Depot, ausgestellt wird es nicht. Vorwiegend werden nämlich nur österreichische Waffen gezeigt, von der Hakenbüchse aus dem 15. Jahrhundert bis zu Waffen rund um den Ersten Weltkrieg.

Wie kam ungarisches Bajonett ins Waldviertel?

Jetzt sucht der Verein den edlen Spender und appelliert: „Es wäre interessant, wenn sich die Person meldet, der das Bajonett gehört. Sie kann uns dann erzählen, wie sie dazu gekommen ist und wie es im Waldviertel gelandet ist“, erklärt Gundacker. Wer ähnliche Gegenstände auf seinem Dachboden findet, kann sich ebenfalls gerne beim Verein melden, aber: „Wichtig ist der Bezug zur Region.“

Aktuell ist das Stadtmuseum geschlossen – auch ohne Lockdown befindet sich die Einrichtung in der Winterpause. Losgehen soll es planmäßig wieder mit 1. Mai. Wer weiß, ob die Mitarbeiter bis dahin schon mehr über das alte Bajonett erzählen können...