Ausstellung: Floristen-Huldigung für ihren Meister. Die Ausstellung der Arbeiten der Floristen im Stift Zwettl war heuer etwas ganz Besonderes.

Von Maria Moll. Erstellt am 26. März 2018 (13:55)
Maria Moll
Vor Ort gewunden hat Erika Exl (2. v. l.) dieses österliche Arrangement aus Weidenkätzchen. Ihr Lehrmeister Franz-Josef Wein und die Meisterfloristinnen Irmgard Pamminger, Verena Ruprechter und Katrin Freitag (v. l.) präsentierten es mit ihr.

Sie war perfekt gestaltet und harmonisch in das stilvolle Ambiente des Stiftes Zwettl eingepasst, wie es die Besucher der Ausstellungen der Akademie für Naturgestaltung seit Jahren kennen und lieben.

Und doch war sie anders – die Jubiläumsausstellung der Floristen „Grün ist das neue Werden“ am 24. und 25. März zum 25-jährigen Bestehen dieser Einrichtung für die Meisterausbildung der künstlerischen Gestalter von Blumen- und Pflanzenschmuck. Denn erstmals bestand die Möglichkeit, losgelöst von Prüfungsaufgaben und anderen Einschränkungen, Werke im Frühling zu präsentieren.

Heimkommen in eine große Familie

28 erfolgreiche Absolventen aus früheren Jahrgängen der Akademie erfüllten mit der Schau ihrem Leiter Franz-Josef Wein einen Herzenswunsch und würdigten seine hervorragende 25-jährige Arbeit.

„Wir schätzen ihn als Person, weil er jeden so nimmt, wie er ist“, sagte eine Teilnehmerin. „Und er drückt einem keinen Stempel auf, sondern holt verborgene Schätze ans Tageslicht, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat“, stellte eine andere fest. Eine weitere Dame aus dem Jubiläumsteam meinte: „Es ist immer wieder wie Heimkommen in die große Familie der Akademie.“

Die Grande Dame der Gruppe erzählte, dass sie vor 22 Jahren ihre Ausbildung abschloss. Das war noch in Schiltern. Damit ist sie eine von mehr als 550 Meisterinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, aus Italien, Japan, Kroatien, Slowenien und Tschechien, die den Bildungsweg über die Akademie wählten. Im Schloss Schiltern liegen die Wurzeln dafür, in Stift Zwettl, „einem außergewöhnlichen Ort“, bieten sich noch mehr Möglichkeiten, den Lernstoff zu vertiefen.

Die Vorbereitungen für die Jubiläumsausstellung starteten vor einem Jahr. Das Arbeitstreffen begann am 20. März, wo jeder der 28 Teilnehmer bereits ein fertig gestaltetes Gefäß mitbrachte, auch die sechs im Organisationskomitee. Vor Ort wurden noch gewundene Objekte und raumerfassende Gruppenarbeiten geschaffen. „Arbeiten, an denen Stunden hängen“, stellte Franz-Josef Wein anerkennend fest. Angesichts der gelungenen Präsentation strahlte der Meister: „Ich freue mich riesig, mir fehlen die Worte! Ich genieße es in vollen Zügen.“