Ensemble Momentum Vocal Music: Konzert im Mondlicht

Erstellt am 18. August 2022 | 05:11
Lesezeit: 2 Min
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Im ersten Teil des Konzerts brachte das Ensemble Momentum Vocal Music Werke von Claudio Monteverdi und Johann Sebastian Bach.
Foto: Foto Joachim Brand
Vollmond mit Barockmusik boten drei junge Organisten und das Ensemble Momentum Vocal Music in der Stiftskirche Zwettl.
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Ein stimmungsvolles Konzert erwartete Musikliebhaber im Stift Zwettl zur vergangenen Vollmondnacht. Das Ensemble Momentum Vocal Music und drei junge Organisten versprachen ein besonderes musikalisches Klangerlebnis. Eintretend über die Klosterpforte, leuchteten viele kleine Kerzen entlang des Kreuzganges für die staunenden Besucher. Organisator Manfred Bretterbauer geleitete gemeinsam mit Platzanweiserinnen die Konzertbesucher über Kreuzgang und Seiteneingang zu den Plätzen im Kirchenschiff.

Stiftskapellmeister Marco Paolacci führte durch das Programm: „Hinter dem Ensemble Momentum Vocal Music steckt eine grundlegende Idee. Es gilt, der Freude am gemeinsamen Singen einen Raum zu geben.“ Dazu gehört auch das Konzert zur Vollmondnacht im Stift Zwettl. „Es ist ein wunderbarer Termin, um bei Musik auf den Mond zu schauen und vielleicht später die Sternschnuppen der Perseiden am Himmel zu erleben“, so Marco Paolacci.

Das achtköpfige Ensemble Momentum Vocal Music unter der musikalischen Leitung von Simon Erasimus sang und musizierte aus Werken von Claudio Monteverdi und Johann Sebastian Bach.

Unter dem Titel Chiaroscuro – Licht und Schatten wurde in Claudio Monteverdis Madrigalen der Gefühlstaumel romantischer Liebe hörbar. Das Spiel zwischen Hoffnung und Enttäuschung, hell und dunkel, war das zentrale Motiv in dieser Vollmondnacht.

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Die jungen Orgelvirtuosen Sarah Maria Pilwax, David Robert Wittmann und Andreas Schweiger beeindruckten an der Egedacher -Orgel.
Foto: Joachim Brand

Im zweiten Teil des Konzertes kamen die Konzertbesucher in den Genuss der berühmten Egedacher-Orgel. David Robert Wittmann, den re Besuchern der Stiftsmesse kein Unbekannter, brillierte mit Toccata quinta - tutta de salti von Johann Caspar Kerll. Andreas Schweiger aus Ottenschlag perfektionierte ebenso wie David Robert Wittmann seine Orgelkenntnisse bei Gabriele Kramer-Weblinger in der Musikschule in Zwettl. Mit einem Stück aus dem Robertsbridge Codex hörte man erstmals eine Melodie aus einer der ältesten erhaltenen mittelalterlichen musikalischen Quellen. Das musikalische Multitalent Sarah-Maria Pilwax (Hollabrunn) gewann bereits viele erste Preise in Orgel, Kammermusik und Gesang. Sie beeindruckte mit der „Fuga sopra il Magnificat“ von Johann Sebastian Bach.

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