Umfahrung Zwettl wird bis Mitte 2017 fertig. Landeshauptmann Erwin Pröll kündigt weitere Ausbauvorhaben auf den beiden Waldviertler Hauptachsen an - 140 Mio. Investitionen.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 21. September 2016 (04:39)
NOEN, NLK/Pfeiffer
Für das Waldviertel kündigte Erwin Pröll mit Landesmandatar Franz Mold, Zwettls Bürgermeister Herbert Prinz und Straßenbaudirektor Josef Decker einen Straßenausbau an.

Umfangreiche Straßenbaumaßnahmen wurden im Rahmen der Klausur des ÖVP-Regierungsteams im Frühjahr angekündigt. Nun konkretisierte Landeshauptmann Erwin Pröll diese in Zwettl.

Konkret sollen bis 2020 140 Millionen Euro für Ausbaumaßnahmen investiert werden, die dem Waldviertel zugute kommen. Darüber hinaus soll, so der Landeshauptmann, auch die Franz-Josefs-Bahn ertüchtigt werden. Die Vielzahl an Bauvorhaben bezeichnete der Landeshauptmann als „Quantensprung für das Waldviertel“.

In den letzten 20 Jahren sind bereits 160 Millionen Euro in die beiden Hauptachsen Stockerau-Horn-Gmünd bzw. Krems-Zwettl-Vitis geflossen. „Dadurch konnte die Fahrzeit von Gmünd bzw. Waidhofen nach St. Pölten um 40 Minuten, jene von Gmünd nach Wien um 30 Minuten reduziert werden“, stellte der Landeshauptmann klar.

Pro Achse ein Projekt pro Jahr verwirklichen

Nun solle pro Jahr pro Achse ein Bauprojekt verwirklicht werden. Derzeit im Gange ist der Bau der Umfahrung Zwettl sowie die Niveaufreimachung Horn-West und der dreispurige Ausbau der Umfahrung Ziersdorf. 2017 erfolgt ein dreispuriger Ausbau bei Brunn an der Wild, 2018 wird in Groß Burgstall eine dritte Spur errichtet, 2019 in Heldenberg und 2020 bei Baumgarten.

Auf der anderen Achse erfolgt 2018 der dreispurige Ausbau bei Gneixendorf, 2019 bei Stratzing/Droß und 2020 der Ausbau der Strecke Groß-Globnitz/Klein Poppen.

Auch der 6-spurige Ausbau des Knotens Stockerau wird für das Waldviertel Verbesserungen bringen. Auch an Projekten für den Streckenabschnitt von Schwarzenau bis Göpfritz ist gedacht, allerdings erst nach 2020, weil dort, so Straßenbaudirektor Decker, „weniger Menschen und auch weniger Pendler davon betroffen sind“.

Nach 2020 soll der Straßenausbau evaluiert werden und, wenn die Anbindung des Waldviertels nicht ausreichend ist, die nächsten Schritte geplant werden. „Der Bau der Umfahrung Zwettl wird mindestens 2.500 Menschen eine bessere Lebensqualität bringen und die Sicherheit erhöhen“, stellte Pröll klar.

Straßenbaudirektor Josef Decker zog eine kurze Bilanz zum Bau der Umfahrung Zwettl: Die Strecke ist 10 km lang und ist durch fünf große Talübergänge geprägt. Alles wurde in Rekordzeit gebaut, obwohl es schwierige geologische Verhältnisse gab. 90 Prozent des Erdbaus sind erledigt, Teilstrecken werden noch heuer asphaltiert, ab Mitte 2017 soll die Umfahrung in voller Länge befahrbar sein. Beim Bau waren bis zu 250 Mitarbeiter beschäftigt.