"Strottern" geigten in Zwettl auf. Josef Koppensteiner stellte neuen Gastronomiepartner zum zehnjährigen Vereinsbestehen vor. Lob kam von den Musikern, die im Anschluss begeisterten.

Von Maria Moll. Erstellt am 16. Januar 2020 (11:08)
Josef Koppensteiner (r.), Erwin Schierhuber (5. v. r.) und Dominik Herout (l.) von der Syrnau waren begeistert vom Neujahrskonzert der Strottern und der Jazzwerkstatt Wien. Mitgewirkt haben (v. r.) David Müller, Christian Eberle, Klemens Lendl, Martin Ptak, Bernd Satzinger, Peter Rom, Clemens Salesny, Clemens Wenger und Martin Eberle.
Maria Moll

Josef Koppensteiner vom Zwettler Kulturverein Syrnau begrüßte am Samstagabend im ausverkauften „sparkasse.event.raum“ zum Neujahrskonzert.

Er wies auf das etwas dickere Booklet mit Programmvorschau im Jubiläumsjahr des zehnjährigen Vereinsbestehens hin. 2010 war die erste auftretende Band die Jazzwerkstatt Wien. Diesmal wuchs das Duo „Die Strottern“ mit der Jazzwerkstatt zur Bigband an. Zu Violine und Gitarre gesellten sich etwa Trompete, Posaune, Saxophon, Bass, Piano und Schlagzeug. Koppensteiner stellte auch den neuen Gastronomiepartner – Café und Bistro Leutold – als Nachfolger von Christian Schierhuber vor.

Humorvoll erzählte Anleitungen zum besseren Verstehen der Liedtexte und meist auch die dezente Leitung des Konzertablaufs übernahm Klemens Lendl, der Violinist des Duos „Die Strottern“. Er lobte die Syrnau: „Es gibt nicht mehr viele Kulturvereine, die nicht nur Kabarett machen, sondern auch Musik. Wir kommen gerne wieder.“

Als „Strotter“ wurde übrigens einst ein Vagabund bezeichnet, der in Lebensmittelabfällen nach Essbarem stocherte. Klemens Lendl und sein Partner David Müller werden der neuen Version dieses Begriffs auf niveauvoller musikalischer Ebene gerecht, wenn sie Wienerische Mundarttexte wie von Kurt Sowinetz zu Songs und Klang verarbeiten. Die Texte für neue Lieder wie „Herz und Haxn“ oder „Zaubern“ schrieb Peter Ahorner, Zitherspieler Karl Stirner steuerte den „Glückskeks“ und die „Humanistengstanzl“ bei. Da wurden auch Sätze wie „Wea ollwei und ständich nur Fedan hot, dem wox´n kane Flieg´l“ oder „Z´Tod g´fiacht is a g´sturm“ musikalisch umgesetzt.

Von der Show der Politiker vor den Toren des Parlaments handelte der Song „Die Aeronauten kommen“. Deftige Sprache in „A Oaschloch allanich“, wenn „Olle schaun, olle zahn, olle drahn“ die aktuelle Aufmerksamkeit für die Mundart anspricht.