Im Zeichen des Wolfs. Manfred Greisinger und Stephan Rabl lassen den Wolf in Allentsteig aufheulen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 03. September 2020 (05:03)
Stephan Rabl und Manfred Greisinger lassen den Wolf rund um den Stadtsee in Allentsteig Einzug halten.
Markus Füxl

Eine „tierische“ Premiere wartet in der nördlichen Stadtgemeinde am dritten Septemberwochenende: Von 18. bis 20. geht erstmals das Festival „Wolfstage“ in Allentsteig über die Bühne.

Die Organisatoren der Veranstaltung sind Manfred Greisinger von Edition Stoareich und Stephan Rabl, Leiter des Festivals „*SZENE Waldviertel“. Die Idee entstand kurz nach der dritten Ausgabe des von Greisinger organisierten Kulturfestes am Hauptplatz: „Ich hatte am 3. August Geburtstag, am 4. machte ich die Abrechnung und am 5. rief mich Stephan an und meinte, er hat eine neue Idee für Allentsteig.“ Die beiden ehemaligen Schulkameraden aus dem Gymnasium Waidhofen trafen einander im Seerestaurant und feilten am Programm.

„Willkommen im Wolfsland“

Das Thema stand rasch fest: „Ich habe Stephan mit ‚Willkommen in der Wolfsstadt‘ begrüßt“, erzählt Greisinger. Rabl hatte die Theaterpremiere von „Herr Rolf der Werwolf“ über einen Buchhalter, der von einem Werwolf gebissen wird, im Gepäck. „Die Wölfe im Waldviertel haben mich immer schon interessiert. Die Grundidee war schnell klar. Der Wolf wird in Allentsteig nicht genug vermarktet“, erklärt Rabl.

Maximal 100 Besucher für Theater

Die beiden entwickelten ein Programm rund um das tierische Thema (siehe Infobox). Der Besuch der Theateraufführungen läuft über Vorverkauf und Abendkasse, alle anderen Tagespunkte sind gegen eine freiwillige Spende besuchbar.

Die Obergrenze der Theaterbesucher liegt aktuell bei hundert, erklärt Rabl: „Die Theater werden auf einer Seebühne stattfinden, die Vorträge auf einer Plattform beim See und das Yoga auf der Jugendwiese. Bei Schlechtwetter weichen wir in den Turnsaal der Sonderschule aus“, erklärt Rabl.

Vortrag über TÜPl-Wölfe

Ein spannender Programmpunkt dürfte der Vortrag seitens des Bundesheeres über die Wölfe am TÜPl Allentsteig werden. „Aktuell leben neun bis zehn Wölfe dort. Allentsteig ist Wolfsland, das Tier ein Symbol für Führungskraft. Wir wollen keine Hundstage, sondern Wolfstage“, ist Greisinger begeistert.

Wann die beiden im Alltag selbst „zum Wolf“ werden? „Wenn ich rieche, dass eine Idee real werden kann. Das ist wie Blutlecken“, sagt Rabl lachend.

Fortsetzung für „Kultur am Hauptplatz“?

Nach den drei Ausgaben von „Kultur am Hauptplatz“ habe Greisinger der Gemeinde versprochen, „dass sie heuer nichts mehr von mir hören werden. Dieses Versprechen habe ich nach wenigen Tagen gebrochen“, sagt er lachend.

Der Allentsteiger kann sich übrigens eine ähnliche Veranstaltung zu Pfingsten 2021 vorstellen. Bis dahin feilt das „Wolfsrudel“ Rabl und Greisinger aber weiter an den Wolfstagen in Allentsteig.