2021 ist Katzenjahr für Tierheim Krems

Zahlreiche Katzenfunde und -Würfe belasten Kapazitäten in Krems. Hundebeschlagnahmung in Weitra als „Mammutaufgabe“. 

Johannes Mayerhofer Erstellt am 22. September 2021 | 04:47
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Kater „Finnley“ (im Bild mit Tierpflegerin Annikó Péter) ist nur eine der Fundkatzen im Tierheim Krems.
Foto: Johannes Mayerhofer

Das Frühjahr 2020 brachte in vielen Tierheimen Österreichs mehr Anfragen nach Hunden, Katzen und Co. Die Befürchtung, viele der Vierpföter könnten mit Normalisierung der Situation wieder zurückgebracht werden, hat sich zumindest im Tierheim Krems nicht bewahrheitet. „Das liegt daran, dass wir auch in Zeiten gestiegener Anfragen genau hingesehen haben, wie in Normalzeiten“, erklärt Tierheim-Leiterin Nina Maria Zinn-Zinnenburg. Spontane, wenig überlegte Tierabholungen sollten vermieden werden. 

Kapazitäten des Tierheimes sind ausgeschöpft

„Wir haben heuer ein sehr starkes Katzenjahr.“ Dazu haben starke Würfe und zahlreiche Funde beigetragen. Auch die Großbeschlagnahmung von über 130 Chihuahuas in Weitra im August sei eine Mammutaufgabe, und nur in Kooperation mit anderen Tierheimen in NÖ zu lösen gewesen. Was Beschlagnahmungen und Tierabgaben angehe, sieht Zinn-Zinnenburg einen Stadt-Land-Unterschied. „Am Land gibt es natürlich bessere Bedingungen für eine massenhafte Tierhaltung. Und in einem eher abgeschiedenen Landhaus wird das weniger schnell entdeckt, als in einer städtischen Wohnung.“ Auch 2021 habe sich das Tierheim noch nicht über die Veranstaltung seiner üblichen Flohmärkte -  diese finden normalerweise im Mai und im September statt- „drübergetraut“. Diese spielen natürlich eine große Rolle beim Spendensammeln. Geld und Sachspenden privater Personen seien jedenfalls stabil. 

Gerade angesichts der eben erwähnten Großbeschlagnahmung bekräftigt die Tierheim-Chefin die Forderung nach einer Obergrenze bei Haustieren gibt. „Das wäre wichtig, damit die Behörden und Veterinärstellen früher und schneller eingreifen können.“ 

Auch „Waldviertler Streunerkatzen“ hat viel zu tun

Mit einer hohen Anzahl an Streunerkatzen bekommt es auch der Verein „Waldviertler Streunerkatzen“ jährlich zu tun, vor allem im Herbst. Von einem besonders starken Katzenjahr würde Obfrau Karin Neulinger aber nicht sprechen: „Eigentlich ist jedes Jahr mittlerweile schlimm.“ Bis Dezember würden die unkastrierten Katzen teilweise aufgrund der warmen Temperaturen werfen, was es früher nicht gegeben hätte. Corona sei dabei nur sekundär, obwohl anscheinend auch die Zahl der Kastrationen dadurch gesunken sei.

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