Verletzte nach "Husar-Überschlag" bereits entlassen. „Husar“ geriet bei der Rückfahrt nach einer Handgranaten-Übung ins Schleudern und überschlug sich. Vier Soldaten wurden verletzt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Februar 2019 (03:00)
Archiv/René Denk
Mit einem geschützten Mehrzweckfahrzeug des Typs „Husar“ geschah der Unfall, bei dem vier Soldaten verletzt wurden.

In der Nähe von Germanns überschlug sich auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Allentsteig am 21. Februar gegen 14.20 Uhr ein Bundesheer-Fahrzeug des Typs „Husar“.

Dabei wurden zwei Soldaten schwer und zwei leicht verletzt, teilte Michael Bauer vom Verteidigungsministerium laut APA mit. Die Soldaten gehören dem Pionierbataillon 3 aus Melk an. Die zwei Schwerverletzten wurden jeweils mit dem Notarzthubschrauber in die Krankenhäuser Krems und Amstetten geflogen. Drei der vier Soldaten konnten bereits am Freitag das Krankenhaus wieder verlassen, so Bauer. Der vierte Soldat konnte dem Vernehmen nach das Spital am Sonntag verlassen.

Das gepanzerte Mehrzweckfahrzeug „Husar“ wurde von einem 22 Jahre alten Korporal aus dem Bezirk Melk gelenkt, der Kommandant war ein 26-jähriger Wachtmeister aus dem Bezirk Amstetten. Weitere Insassen waren dem Vernehmen nach zwei Korporale im Alter von 26 und 20 Jahren, die aus den Bezirken Korneuburg und Mödling kommen.

Kontrolle über Fahrzeug in Kurve verloren

Laut Polizei verlor der Lenker in einer Linkskurve die Kontrolle über das gepanzerte Fahrzeug und kam ins Schleudern. Der „Husar“ überschlug sich zweimal und kam im angrenzenden Straßengraben wieder auf allen vier Rädern zum Stillstand. Die unbefestigte Panzerstraße war nass und es befand sich Matsch auf dem Fahrstreifen. Die Soldaten waren auf dem Rückweg in die Kaserne. Sie erhielten um 14.10 Uhr den Rückmarschbefehl von einer Handgranaten-Wurfübung.

Eine interne Untersuchungskommission des Bundesheeres wurde einberufen, die bereits einen ersten Kurzbericht vorlegte. Von den drei Mitgliedern der Kommission des Militärkommandos wurden bisher Lenker und Beifahrer jenes Fahrzeuges befragt, das dem Unfallmobil nachgefolgt war. Dies habe keine neuen Erkenntnisse gebracht, betonte Bauer. Bereits zuvor hatte der Bundesheersprecher mitgeteilt, dass der „Husar“ in der Mitte eines Konvois von drei Mobilen unterwegs gewesen war. Die beiden anderen Fahrzeuge seien aber nicht in das Geschehen involviert worden, „weil genügend Abstand gehalten wurde“.

Auch die Datenbox wird noch ausgewertet

Weiters soll die Datenbox des Unfallmobils in den nächsten Wochen ausgewertet werden. Bei der Datenbox handle es sich „um eine Art Blackbox“, wie sie auch bei Flugzeugen zu finden sei, meinte Bauer. Weiters sollen auch noch die anderen betroffenen Personen befragt werden.