Startschuss für Sanierung des Zwettler Pfarrhofes. Nach mehreren Aufschüben hat die Sanierung des Zwettler Pfarrhofes begonnen. Die Arbeiten sind kompliziert: Ein großer Riss unter dem Dach stellte Experten vor Probleme.

Von Markus Füxl. Erstellt am 06. Mai 2021 (03:44)
Die Sanierungsarbeiten am Zwettler Pfarrhof sind gestartet – mit Kran. Noch heuer könnten Arbeiten im Faltin-Haus beginnen.
Markus Füxl

Was lange währt, wird endlich gut: Nach mehreren Verzögerungen startete jetzt die Sanierung des Zwettler Pfarrhofes. Die NÖN sprach mit Pfarrmoderator Thomas Kuziora über die Arbeiten.

Pfarrmoderator Thomas Kuziora
Archiv

Eigentlich hätte die Sanierung bereits im Vorjahr beginnen sollen. „Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen. Die Baustelle ist aber viel komplizierter als angenommen“, sagt Kuziora. So entdeckten die Arbeiter einen riesigen Riss, die Decke im Erdgeschoß drohte sogar einzustürzen: „Man konnte teilweise bis auf den Dachboden sehen, es sind bereits Ziegel runtergefallen“, sagt der Pfarrmoderator.

Aktuell sind die Arbeiten zur Stabilisierung in der Endphase. Jetzt soll die Sanierung so richtig beginnen – was ebenfalls schwierig ist, denn der Pfarrhof ist eines der wenigen Häuser der Innenstadt, die komplett unter Denkmalschutz stehen. Kuziora sieht in der Sanierung aber auch einen gesellschaftlichen Auftrag: „Wir haben die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Wenn man die Möglichkeit hat, etwas zu retten, sollte man das auch tun.“ Wie die NÖN bereits berichtete, sollen im oberen Teil drei Wohnungen entstehen. Im Erdgeschoss sind ein Mehrzweckraum, ein Besprechungs- sowie Arbeitsraum und eine Pfarrkanzlei und Waschküche geplant. „Wenn alles fertig und unter dem Dach des Pfarrhofes ist, wird es der Pfarre guttun“, meint Kuziora.

Tag der offenen Tür soll Baustelle näher bringen

Der Pfarrmoderator ist zuversichtlich, dass die Baustelle noch heuer abgeschlossen wird. Davor möchte er, sofern es die Coronapandemie erlaubt, einen Tag der offenen Tür anbieten: „Damit sich jeder ein Bild davon machen kann. Sie sollen sehen, dass es nicht darum geht, dass der Pfarrer enorme Wünsche hätte und in einem Palast leben will. Die Sanierungen wurden aber zu einer der größten Baustellen der Diözese St. Pölten.“

Für das angrenzende „Faltin-Haus“, der ehemals ersten Schule in Zwettl, wurde mit allen Beteiligten ein Kompromiss für die Sanierungsarbeiten gefunden, erklärt Kuziora. Das fertige Konzept soll in der Diözese präsentiert werden. Der Pfarrmoderator hofft, dass Teile der Arbeiten dort noch heuer stattfinden können.

Wie berichtet, sollen in einem Teil des Hauses Toiletten für die Kirche sowie ein kleiner Agape-Raum entstehen. Ein Teil des Hauses soll vermietet werden.