Waldhausener Bauhof wird erneuert. 500.000 Euro investiert Waldhausen in Nahwärme- und Photovoltaikanlage.

Von Markus Füxl. Erstellt am 27. Juni 2020 (04:57)
Bürgermeister Christian Seper freut sich, dass der Bauhof modernisiert wird. Unter anderem kommt eine neue Nahwärmeanlage sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Markus Füxl

Eine umfangreiche Modernisierung soll bis Herbst durchgeführt werden: Die Nahwärmeanlage wird getauscht, am Dach soll eine Photovoltaikanlage kommen und ein Zubau bringt neue Räume für den Bauhof.

„Es ist sicher das größte Projekt im heurigen Jahr. Wir dachten uns: Wenn wir schon was machen, dann machen wir‘s gescheit“, erklärt Bürgermeister Christian Seper. Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf 500.000 Euro. Seit 2018 laufen die Planungen: „Der alte Ofen besteht seit 27 Jahren, es ist ein Auslaufmodell“, sagt Seper.

Aufgrund der räumlichen Möglichkeiten kommt laut Seper nur ein kompletter Neubau des Heizwerks in Frage. Die Vergabe für die Gewerke wurde in der jüngsten Gemeinderatsitzung beschlossen. „Wir haben wegen Corona zwei Monate verloren und wollen so schnell wie möglich starten, vielleicht geht sich das noch im Juni aus“, sagt Seper. Das erklärte Ziel: Im Herbst sollen die angeschlossenen Einrichtungen mit der neuen Anlage beheizt werden, darunter fallen die Sportplatzkabinen, Kindergarten, Musikerheim, Mehrzweckhalle, Schule, Kinderbetreuungseinrichtung, Amtshaus sowie die Zahnarztpraxis.

Zwei Öfen sowie neue Sozial- und Büroräume

Bisher versorgte ein Ofen mit einer Leistung von 350 kW die Anlagen. Geplant sind jetzt zwei Öfen mit je 200 kW. Auf das Dach des Bauhofes soll eine Photovoltaikanlage installiert werden, die Pumpenleistung abdecken soll. Außerdem wird der Bauhof vergrößert und mit Sozial- und Büroräumen ausgestattet.

Bei der Gemeinderatssitzung wurde auch der Rechnungsabschluss 2019 beschlossen. Der ordentliche Haushalt belief sich auf Einnahmen und Ausgaben von 2,23 Millionen Euro. Im außerordentlichen Haushalt standen Ausgaben von rund 893.600 Euro Einnahmen von etwa 960.400 Euro gegenüber. Die Mehreinnahmen ergeben sich aus höheren Fördersummen als geplant sowie aus Förderungen für Projekte, die erst heuer realisiert werden.