Wesentliche Entlastung. Der Verkehr in der Zwettler Innenstadt wird durch das Mega-Straßenbauprojekt um rund die Hälfte reduziert.

Von René Denk. Erstellt am 21. September 2016 (04:58)
NOEN, René Denk
Bereits Mitte 2017 wird die Umfahrung Zwettl befahrbar sein. Auf der Baustelle herrscht Hochbetrieb.

„Eine bessere Anbindung an die Zentralräume ist immer wichtig. Aber es tut uns auch sehr gut, dass wir jetzt schon wissen, dass bis zu 50 Prozent des Innenstadtverkehrs dadurch abnehmen wird“, sagt Bürgermeister Herbert Prinz zum Megaprojekt der Zwettler Umfahrung, die fast 155 Millionen Euro kosten wird.

Derzeit müsse man sämtlichen von Westen kommenden Verkehr durch die Stadt leiten, was dann wegfallen wird. „Wir können noch gar nicht abschätzen, was das alles wirklich in seiner Gesamtheit für unsere Bezirkshauptstadt bedeutet“, erklärte Prinz.

Regionale Firmen kamen zum Zug

So soll die bessere Anbindung von Zwettl an den Ballungsraum als auch an die Region die Stadt auch für Firmen interessanter machen. „Die Geburt der Umfahrung war schwierig. Aber jetzt wächst das Kind hervorragend und rasch“, ging Prinz auf die Unstimmigkeiten bei der Trassenführung zu Beginn des Megaprojektes ein.

Der Bürgermeister wünscht sich auch in Zukunft solche Projekte in Zwettl, schon alleine deshalb, weil hier regionale Baufirmen mit der Bietergemeinschaft von Leyrer+Graf, Swietelsky und Strabag zum Zug kamen.

Umfahrung Zwettl

Geschätzte Zahlen für das Megaprojekt, das fast 155 Millionen Euro kostet:
 Erdarbeiten: 1,300.000 m3 werden abgetragen, 560.000 m3 werden aufgeschüttet
 Frostschutz: 145.000 m3
 Asphalt: 192.000 m3
 Kanal, Rohre, etc.: 24.000 Laufmeter
 Beton: 33.100 m3
 Bewehrungsstahl: 3.900 Tonnen
 Pflanzen: 50.000 Stück
 Straßenlängen: Hauptfahrbahnen: 12 km, Wirtschaftswege: 16 km, Brückenlängen insgesamt: 1.050 Meter
 Brücken: 16 Brücken
 Talübergänge: 5