Bezirk Zwettl: Arbeitsblätter & verschobene Tests. Pflichtschulen und Kindergärten bleiben für Betreuung auch im Bezirk Zwettl weiter offen.

Von Angelika Koll und Markus Füxl. Erstellt am 18. November 2020 (08:39)
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Waren zuerst nur die Oberstufen betroffen, so sind seit Dienstag auch die restlichen Bildungseinrichtungen wieder vorwiegend auf Distancelearning umgestellt.

„Betreuung wird trotzdem angeboten und es gibt weiterhin Nachmittagsbetreuung und Mittagessen“, berichtet Helga Monika Goldnagl, Direktorin der Privaten Volksschule Zwettl. Eine Anmeldung dafür ist notwendig und davon sind auch bereits einige eingetroffen. Ansonsten wurden den Schülern bereits am Montag Unterrichtsmaterialien mitgegeben, die sie in den kommenden Wochen bearbeiten werden.

Online-Stundenplan für den ganzen Vormittag

Anhand von Arbeitsblättern oder Aufgaben im Buch wird vor allem das bisher Gelernte gefestigt, neuer Stoff wird erst mal aufgeschoben. „Über SchoolFox werden weitere Infos vermittelt“, erwähnt Goldnagl.

In der Mittelschule Groß Gerungs waren beim Gespräch mit der NÖN zwei Kinder für die Betreuung in der Schule angemeldet. „Die Schüler arbeiten jetzt anhand von einem Wochenplan und über Videokonferenzen“, erwähnt Direktorin Andrea Neuwirth.

Die in den nächsten Wochen angesetzten Schularbeiten sind erst einmal verschoben. „Mit dem ersten Durchgang an Schularbeiten sind wir schon durch. Es wäre also auch nicht tragisch, wenn Schularbeiten ausfallen“, meint Neuwirth.

Da sich die Maßnahmen bereits abgezeichnet hätten, habe man an der Mittelschule Ottenschlag bereits in der Vorwoche viele Vorarbeiten für das neuerliche Homelearning getroffen, wie Direktorin Edith Weiß berichtet.

Ein Vorteil: Alle Schüler besitzen Tablets. „Die Kinder haben einen Online-Stundenplan für den ganzen Vormittag“, erwähnt Weiß. Zur Betreuung in der Schule sind in der ersten Woche nur wenige Kinder gemeldet. Man werde aber darauf achten, welche Schüler sich zuhause schwer tun und diese auch in die Schule bitten.

Kindergarten: Betreuung ist weiter möglich

Weiter für Betreuung geöffnet bleiben auch die Kindergärten, so auch in Zwettl. Stadträtin Anne Blauensteiner erklärt: „Wer die Kinder zuhause betreuen kann, wird darum gebeten. Es wird aber niemand ausgeschlossen, der Betreuung benötigt. Auch wenn jemand im Home Office ist, arbeitet er, das wird oft vergessen.“

Aktuell erheben die Kindergärten den Bedarf der Eltern. Keine Sorgen muss man sich auch um die Busse für die Kinder machen: Sie fahren vorerst in gewohntem Ausmaß.