… und am Anfang stand das Sgraffito. Der Kirchbacher Künstler Erich Steininger lud Freude, Wegbegleiter und namhafte Politiker in sein Atelier ein.

Erstellt am 04. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Gabriela Stöger
Erich Steininger mit seiner Gattin Christine, Freund und Wegbegleiter Josef Wagner sowie Landesrätin Barbara Schwarz, Bezirkshauptmann Michael Wiedermann, Nationalratsabgeordneter Angela Fichtinger, Landtagsabgeordneter Franz Mold.
Von Gabriela Stöger

Bereits zum 10. Mal lud der Grafiker Erich Steininger in sein Atelier nach Kirchbach zur Ausstellung und konnte dabei wieder zahlreiche namhafte Gäste aus Kunst und Politik begrüßen. Allen voran begrüßte er Landesrätin Barbara Schwarz die zugleich auch die Ausstellung eröffnete. Aber auch die Abgeordnete zum Nationalrat Angela Fichtinger sowie der Landtagsabgeordnete Franz Mold zählten zu den Gästen der Vernissage.

Seitens der Gemeinde Rappottenstein waren die Geschäftsführenden Gemeinderäte Manfred Preiser und Roland Stöger anwesend. Die einführenden Worte wurden bei der zehnten und letzten Ausstellung der Ausstellungsserie „Erich Steininger 1974, 1984, 1994, 2004 und 2014“ von Architekt Josef Wagner gesprochen, der nicht nur ein Freund des Künstlers ist, sondern auch die Arbeit Erich Steiningers von Kindheit ns mit oft kritischem aber immer interessiertem Blick verfolgte.

Steiningers Schaffen im Wandel der Zeit

Die einführenden Worte wurden nicht als Monolog gesprochen, sondern ein Künstlergespräch geführt. Josef Wagner ging in seinen Ausführungen auf jeweils ein prägendes Ereignis in den Jahrzehnten von 1974 bis 2014 ein und schilderte dabei immer, wie er Erich Steininger und sein Schaffen im Wandel der Zeit erlebte. Begonnen wurde mit dem Jahr 1974, wo er als Kind täglich in die neue Hauptschule von Rappottenstein ging und am Eingangsportal täglich ein Sgraffito von Erich Steininger sah und dieses im Laufe der Zeit aus kindlicher Sicht versuchte zu deuten.

Im Verlauf des Gespräches ging auch Erich Steininger auf die Zeit ein, in der er viele Sgraffitti an vielen Schulen der damaligen Zeit gestaltete. Das Sgraffito in Rappottenstein blieb jedoch immer in seiner Erinnerung, da es das erste war und er es mit persönlichen Erinnerungen an seinen Vater verknüpfte.

Auch aus den folgenden Jahrzehnten wurden Anekdoten aus dem Leben von Künstler und Beobachter präsentiert und damit die verschiedenen Sichtweisen und Entwicklungen von zwei Personen im Wandel der Jahrzehnte deutlich widergespiegelt. Im Anschluss an die Eröffnung durch Landesrätin Schwarz lud Familie Steininger alle Anwesenden zu einem Buffet und der Nachmittag klang im Garten des Ateliers in geselliger Runde aus.